(wb) Sylt. Irgendwann möchte Sie vielleicht von Osnabrück nach Sylt übersiedeln. Im Interview schwärmt Sie von der Insel, erzählt von der wunderschönen Landschaft, dem guten Klima, der Atmosphäre, der Gelassenheit und dem großen Erholungswert, den die Insel zu bieten hat. Die Schriftstellerin, Sabina Philippa Ortland, steht voll im Leben. Sie arbeitet hauptberuflich als Dialogbeauftragte bei der Polizeidirektion Osnabrück. Kümmert sich als Mittlerin um Migranten und wurde deshalb schon mit Preisen für Integrationsleistungen mit Migranten ausgezeichnet. Sabina ist verliebt in die Insel Sylt, die sie innerhalb von vier Wochen jetzt das zweite Mal besuchte. Beim Erzählen funkeln Ihre Augen. Sylt ist okay! Die gewisse Lebensart, die jeder hier gut genießen kann und die zur Entspanntheit führt. Sie beobachtet die Menschen um sich herum sehr genau. Jeder hat seine Geschichte, alles interessante Menschen. Bei ihrem ersten Aufenthalt schrieb Sabina eine Kurzgeschichte, “Sylter Grütze”, allerdings noch in der Rohfassung. Sabina schwärmt von dem tollen Licht auf der Insel. “Ich möchte den Sylter ein Gedicht schenken und damit ausdrücken, wie wohl ich mich hier auf der Insel fühle”, so die Schriftstellerin, die schon mehrere Bücher geschrieben hat. Sie spricht von Lesungen an außergewöhnlichen Orten. Lesungen mit Requisiten auf Sylt, die sie gerne machen möchte. Der Zuschauer hat dann das Gefühl, als wenn er in einem Film sitzt und dass etwas Abgefahrenes passiert. “Die Insel ist voll mit Geschichten – ich bin förmlich auf die Insel gestolpert”, so die symphatische Sabina. Sie möchte alles Liebenswerte unterstreichen und anekdotisch überzeichnen. Sie möchte mit Ihren Geschichten den Leser berühren und lyrisch erfassen. Möchte junge Menschen für die Resourchen in der Romantik begeistern. Sie fühlt sich von Sylt inspiriert. Statt Literatur – Salon auch mal Literatur – Balkon. Mit “Linsengericht” hat sie eine Tragikkomödie über die Altersarmut geschrieben. Ihre Stücke haben alle einen geselligen Anteil und sollen über das Herz in den Kopf gelangen. Bereits mit acht Jahren hatte Sie Ihre erste Schreibmaschine. Eine “Olympia” in Orange. Das Schreiben wurde Ihr quasi in die Wiege gelegt. Nach 1996 schrieb Sabina kleine menschliche Nachkriegsgeschichten, die Sie von ihren Bosnien-Besuchen mitbrachte. Lyrische Phasen und erotische Texte, alles hat Sie geschrieben. Ihre türkischen Komödien wurden an Schulen aufgeführt.
Für “JUST SYLT” und alle Sylter ihr Geschenk an die Insel die etwas “mit mir macht”, wie Sie sagt.
Licht fällt
Beine und Blick weit von mir gestreckt Sandschnee blendet meine Sorgen weg Den Kopf weit in den Nacken gereckt Licht fällt auf mein Gesicht Sehnend zieh ich das Gleißen in meine Glieder Web aus Silberweiß das Gewand eh Wolkengrau mein Kleid werden kann Licht fällt glutblutrot ins Meer Ein Sylter Tag … beendet














