Coworking Dein Schreibtisch auf Sylt, Dünenwind Media Sylt

Innenminister Andreas Breitner hat eine positive Zwischenbilanz der „Offensive für bezahlbares Wohnen“ gezogen. „Wir sind erfolgreich gestartet“, sagte Breitner auf einer wohnungspolitischen Veranstaltung am Montag, den 17. März 2014 in Norderstedt (Kreis Segeberg). Die Entwicklung nehme einen guten Verlauf. Die Gelder landeten dort, wo die größten Bedarfe seien. Neun von zehn öffentlich geförderten Wohnungen entstehen nach Angaben des Ministers in Städten und Gemeinden in direkter Nähe zur Hamburger Landesgrenze, in Kiel und Lübeck sowie auf Sylt.

Auf diese Kommunen, in denen die Mietsteigerungen, Miethöhen und die Unterschiede zwischen Bestandsmieten und Mieten bei Neuvermietungen deutlich über dem Landesdurchschnitt liegen, zielt die vor einem Jahr ins Leben gerufene „Offensive für bezahlbares Wohnen“, mit der das Innenministerium, die Verbände der Wohnungswirtschaft und der Mieterbund gemeinsam für mehr preiswerte und qualitativ gute Wohnungen sorgen wollen.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hat seit Sommer letzten Jahres rund 150 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln in Form von Darlehen zur Förderung von rund 1.800 Wohnungen zur Verfügung gestellt. Davon fließen 130 Millionen Euro in die Förderung von rund 1.500 Wohnungen, die in den Zielgebieten der „Offensive für bezahlbares Wohnen“ liegen. Auf diese Weise entstehen im Hamburger Umland 956, in Kiel 306, in Lübeck 108 und auf Sylt 115 zusätzliche öffentlich geförderte Wohnungen.

Für Breitner sind diese Zahlen erst ein Anfang. „Wir brauchen mehr private Investitionen und müssen die öffentliche Förderung auf hohem Niveau halten“, sagte der Minister. Er rechne nicht mit einer raschen Entspannung der Wohnungsmärkte. In Norderstedt und Wedel liege nur ein Viertel aller angebotenen Wohnungen unter einer Nettokaltmiete von acht Euro pro Quadratmeter. In Kiel und Lübeck bekommt man mehr als ein Drittel aller Wohnungen unter einer Nettokaltmiete von sechs Euro pro Quadratmeter angeboten. Nach einer aktuellen Prognose ist im Hamburger Umland bis 2025 eine weitere Anspannung des Wohnungsmarktes zu erwarten, weil die Zahl der Haushalte im Verdichtungsraum um Hamburg um mehr als 10.000 steigen wird. „Damit steigt auch der Druck auf die Wohnungsmärkte“, sagte Breitner.

Breitner appellierte an die Kommunen, die Offensive für bezahlbares Wohnen weiter zu unterstützen. „Wir brauchen vor allem Bauland und kurzfristige Baurechte“, sagte Breitner. In den Kommunen, die im Hamburger Umland zur Offensive für bezahlbares Wohnen gehören, stehen nach Angaben des Ministers inzwischen über 90 Flächen mit einem Gesamtumfang von rund 500 Hektar für über 5.000 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und rund 3.800 Einfamilienhäuser zur Verfügung. In Kiel gibt es 61 Flächen mit 124 Hektar für 3.000 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und 2.700 Einfamilienhäuser. Lübeck weist 22 Flächen mit 74 Hektar für rund 1.360 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern und 562 Einfamilienhäuser aus.