Als der 13-jährige Jakow Pavlenko seinen engagierten Soloauftritt mit der Violine beendete kannte der Beifall der erneut über 400 Besucher in der alten Seefahrerkirche St. Severin in Keitum am gestrigen Abend keine Grenzen: ein begnadetes Talent, jüngster Preisträger des 25. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds, das dem virtuosen Klassik-Abend ein ganz besonderes Flair vermittelte. In der kommenden Saison ist sein Debüt als Solist mit dem Göttinger Symphonieorchester geplant.

„Es ist immer wieder aufregend jedes Jahr junge Künstler-Genies hier zusammenzubringen, die mit ihrer wunderschönen Musik jeder für sich ein Super-Talent, fast schon ein kleiner Mozart sind“,

freut sich die Präsidentin der Musikstiftung, Irene Schulte-Hillen, zum Abschluss dieses zauberhaften Abends an einem für sie fast schon magischen Standort mit intimer Atmosphäre an dem insgesamt sieben Nachwuchskünstler in Person von Jan-Aurel Dawidiuk (Orgel), Ioana Christina Goicea (Violine), Sebastian Küchler-Blessing (Orgel und seit 2014 Domorganist in Essen), Jakow Pavlenko (Violine), Katharina Martini (Querflöte), Friedrich Thiele (Violoncello) und Mircea Gogoncea (Gitarre) solo, im Duett oder als Trio ihr außergewöhnliches Talent zeigten. Unter den Gästen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft begrüßte die Stiftungspräsidentin mit besonderem Kompliment einmal mehr Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der trotz ihrer Einschätzung nach „wilder politischer Zeiten“, nebst Ehefrau Ingeborg als Stammgast besonders begrüßt wurde und nach dem Konzert noch lange mit Gästen und begnadeten Talenten der deutschen Klassik das Gespräch im von der Abendsonne beschienenen Kirchenhof suchte und dafür von einigen „Stars von morgen“ kurze musikalische Beiträge vorgetragen bekam.