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Mit einem Handlungsplan Sprachenpolitik will die Landesregierung Schleswig-Holstein noch stärker als Mehrsprachenland profilieren. “Die Vielfalt der Kulturen und Sprachen verschafft unserem Land einen Startvorteil, wenn es darum geht, die Herausforderungen des vereinten Europas zu meistern”, sagte Ministerpräsident Torsten Albig heute, den 27. November 2013 während einer Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen des Amtes für Minderheitenbeauftragte im Kieler Landeshaus.

“Die Minderheitenpolitik hat in unserem Land seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Für uns sind Dänen und Friesen, Sinti und Roma nicht irgendwer, sondern ein starker Bestandteil unserer schleswig-holsteinischen Identität”, sagte der Ministerpräsident.
Besonders die Sprachenvielfalt sei eine große Stärke Schleswig-Holsteins. Sie gebe dem Land ein unverwechselbares Profil. Bis Mitte der Wahlperiode werde die Landesregierung deshalb einen Handlungsplan Sprachenpolitik aufstellen. “Der Plan soll zeigen, was Land und Kommunen tun können, um Schleswig-Holstein als Mehrsprachenland zu profilieren und um die Sprachen stärker im öffentlichen Raum zu nutzen”, sagte Albig.

Der Ministerpräsident dankte den bisherigen Minderheitenbeauftragten und der aktuellen Amtsinhaberin Renate Schnack für ihren engagierten Einsatz. “Unsere Minderheitenbeauftragten waren nicht nur Berater ihrer Regierungschefs, sondern stets auch unabhängige Anwälte der Minderheiten. Sie sind allen Beteiligten auf Augenhöhe begegnet – mit großem Respekt und Vertrauen bei den Minderheiten”, sagte Albig.

Erster Grenzlandbeauftragter der Landesregierung war Kurt Hamer, der am 1. November 1988 von dem früheren Ministerpräsidenten Björn Engholm berufen wurde. Nach dem Tod Hamers 1991 trat Kurt Schulz das Amt an. Im Jahr 2000 ernannte Ministerpräsidentin Heide Simonis Renate Schnack zur Minderheitenbeauftragten. Ihr folgte Caroline Schwarz, die das Amt von 2005 bis 2012 innehatte. Seit 2012 ist Renate Schnack erneut Beauftragte des Ministerpräsidenten in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Grenzlandarbeit und Niederdeutsch.