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Die Landesregierung Schleswig-Holstein fördert im Rahmen des Arbeitsmarktprogramms „Landesprogramm Neue Arbeit“ mit Landesmitteln und Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zehn Stellen für Fachkräfteberaterinnen und -berater. Die Fachkräfteberater schließen sich zu einem landesweiten Beratungsnetzwerk „Fachkräftesicherung“ zusammen, um kleine und mittlere Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen.

„Im Jahr 2030 müssen wir in Schleswig-Holstein mit einer Fachkräftelücke von rund 97.000 Personen rechnen, wenn wir nicht rechtzeitig gegensteuern“, stellt Minister Meyer anlässlich des gestarteten Interessenbekundungsverfahrens zur neuen Fördermaßnahme im „Landesprogramm Neue Arbeit“ fest. „Schon heute können viele Unternehmen Arbeitsplätze nicht mehr zeitnah besetzen, weil die entsprechende Fachkraft fehlt. Im Rahmen unsere Fachkräfteinitiative ‚Zukunft im Norden‘ ist es uns daher ein großes Anliegen vor allem die kleinen und mittleren Unternehmen im Land dafür zu sensibilisieren, jetzt verantwortlich zu handeln und selber etwas gegen den steigenden Fachkräftebedarf zu tun.“ Vor diesem Hintergrund sei das Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung ein zentrales Projekt der Fachkräfteinitiative „Zukunft im Norden“, so der Minister weiter.

„Viele Unternehmen wissen bereits, wie wichtig z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ein gutes Gesundheitsmanagement sowie eine gute Personalentwicklung sind. Viele von ihnen wissen aber noch nicht, welche Maßnahmen zum Erfolg führen und wie sie diese umsetzen können. Mit den Fachkräfteberaterinnen und -beratern wollen wir auf die Unternehmen zu gehen und ihnen individuelle Lösungsmöglichkeiten unterbreiten, um jetzt die Fachkräfte von morgen zu sichern.“

Das thematische Spektrum der Beratung ist weit gefasst und umfasst neben den, für die Nachwuchsförderung wichtigen, Bereichen der Aus- und Weiterbildung auch die Themen Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege, Personalentwicklung, Gesundheitsmanagement sowie Chancengleichheit.

Für die Schaffung dieses Netzwerkes geht das Land einen ungewöhnlichen Weg. Das Netzwerk soll sich „bottom up“ aus den Regionen heraus entwickeln. Interessierte Organisationen sind aufgerufen ihr Interesse zu bekunden und anschließend in den Austausch mit ihren Mitbewerbern zu treten, so dass sich nachhaltige Strukturen entwickeln können. „Ich freue mich auf viele interessierte Institutionen und erwarte, dass wir für unsere Unternehmen im Land eine regional ausgewogene Beratungsstruktur auf den Weg bringen“ so Minister Meyer.

Das Beratungsnetzwerk bildet den Mittelteil einer geplanten dreistufigen Förderarchitektur im Themenfeld Fachkräftesicherung. Die weiteren Teile dieser Förderarchitektur bilden das Kompetenznetzwerk Fachkräftesicherung und Weiterbildung und das ESF-Programm „unternehmensWert: Mensch“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Fachkräfteberaterinnen und -berater können sogenannte Beratungschecks für vertiefende Beratungen ausstellen, die durch das Bundesprogramm „unternehmensWert Mensch“ gefördert werden.

Alle interessierten Projektträger sind aufgerufen, ihr Interesse bis zum 26. Mai 2014 (Posteingang), bei Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Düsternbrooker Weg 94-100, 24105 Kiel, zu bekunden.