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Kiel/Sylt. Mit Blick auf die heute vorgelegten Arbeitsmarktzahlen für Schleswig-Holstein hat Arbeitsminister Reinhard Meyer an die Unternehmen im Land appelliert, vor allem auch ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie Menschen mit Migrationshintergrund eine Chance auf Einstellung zu geben. Er sei besorgt dass bei einem ansonsten nur sehr moderaten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar die Zahl der arbeitslosen Ausländer ist im Vorjahresvergleich um 9,5 Prozent gestiegen sei. „Angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels können wir uns nicht leisten, diese Menschen aus dem Blickwinkel zu verlieren“, sagte Meyer.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lebten 2012 bei insgesamt 2,84 Millionen Einwohnern 140.280 Ausländer und 363.000 Menschen mit Migrationshintergrund in Schleswig-Holstein. Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Jahren zeige deutlich, dass es sowohl für Ausländer als auch für Menschen mit Migrationshintergrund besonders schwer sei, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, so Meyer.

Laut Statistikamt Nord erzielten 2012 lediglich 38 Prozent der Migrantinnen und Migranten Einkommen aus eigener Erwerbstätigkeit. Meyer: „Dieses bislang nicht ausreichend genutzte Potential müssen wir alle gemeinsam stärker in den Fokus nehmen.“ „Denn Integration ist etwas, das von beiden Seiten geleistet werden muss.“ Die Teilhabe beginne im Bildungsbereich, wo auch viele Jugendliche Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Berufsausbildung sowie beim Übergang von der Ausbildung in den Beruf hätten. Jugendliche mit Migrationshintergrund hätten hier besondere Probleme. Der Minister erinnerte daran, dass es im neuen Arbeitsmarktprogramm der Landesregierung gezielte Angebote zur Integration von Migranten in den Arbeitsmarkt geben werde. So sollen Migrantinnen und Migranten unter anderem an der Sicherung von Ausbildung, an einer gezielten Arbeitsmarktintegration sowie an Weiterbildung partizipieren.

Auf dem Arbeitsmarkt insgesamt waren in Schleswig-Holstein im Februar rund 111.800 Menschen ohne Beschäftigung. Das sind 0,2 Prozent mehr als im Vormonat und 2,0 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich. Die Arbeitslosenquote liegt wie im Vorjahr bei 7,6 Prozent. Meyer wertete diesen sehr moderaten Anstieg als „gutes Zeichen für die Stabilität der Wirtschaft in Schleswig-Holstein“.