Coworking Dein Schreibtisch auf Sylt, Dünenwind Media Sylt

List/Sylt. Salz aus der Nordsee? Geht nicht. Technisch unmöglich! Das hörte Alexandro Pape, Sternekoch im Munkmarscher Restaurant Fährhaus,  jahrelang. Die Argumente waren logisch und nicht von der Hand zu weisen: Die Kälte, das Wetter, der Regen. Trotzdem ließ sich der Visionär Pape nicht entmutigen, recherchierte weiter und lernte über das Innovationszentrum der Industrie- und Handelskammer den Ingenieur Nicolas Heyn kennen, der bei Papes Anfrage nicht zu allererst an die Wirtschaftlichkeit, sondern an innovative Forschung dachte. Die Männer tüfteln und basteln und machen das Unmögliche möglich, was verkürzt ungefähr so geht: sie bauen eine Indoor-Saline, und imitieren mit Sonne, Wind und Wärme südeuropäische Bedingungen – schließlich soll das Salz auf keinen Fall gesiedet, sondern durch das Verdunsten von Meerwasser gewonnen werden. Diese Anlage steht nun in List, in einer Halle an der Straße zum Hafen, in Nachbarschaft zu Dittmeyer´s Austern-Compagnie, die bereits über einen Meerwasseranschluss verfügt. Sylter Meersalz wird das Produkt heißen. „Sylter Meersalzmanufaktur“ die Produktionsstätte, in der anfangs etwa 50 Kilogramm Salz pro Tag gewonnen werden sollen, 70 maximal, wenn alles rund läuft. Ein so kostbares Gut, die chemischen Analysen des Sylter Meersalzes haben einen erstklassigen Cocktail an Inhaltsstoffen ergeben, braucht eine passende Verpackung. In einer Auster aus Silber, in Serie gefertigt von „Robbe & Berking“ Flensburg, soll das Salz verkauft werden. Die Produktion wird voraussichtlich im Mai starten.