Coworking Dein Schreibtisch auf Sylt, Dünenwind Media Sylt

Keitum/Sylt. Wenn sich ein Sternekoch vom Tegernsee auf den Weg nach Sylt macht, um im Rahmen des Jever Gourmet Festivals 2014 seine Kunst zu zelebrieren, dann darf man gespannt sein auf die Verschmelzung von „edel & deftig“. Und wenn der Küchenmagier auch noch ein Restaurant mit Namen „Dichterstub’n“ sein Eigen nennt, dann kann man sogar sicher sein, dass dieser Abend voller Poesie sein wird.

Am ersten Tag des Gourmet Festivals luden Franziska und Wolfgang Zaeske vom Kontorhaus Keitum zu ihren „Sternstunden des High-Tea“ ein und präsentierten den Gastkoch ihrer Wahl: Michael Fell vom 5-Sterne-Park-Hotel „Egerner Höfe“ in Rottach Egern.

Im gechillten Ambiente der Tealounge duften die Gäste am flackernden Kaminfeuer nicht nur feinste Teesorten genießen, sondern auch den Kompositionen eines bodenständigen Könners entgegen fiebern, der seine Koch-Philosophie mit zwei einfachen Worten beschrieb: „Mit Herz und Verstand“.

Michael Fell dichtete für seine Gäste ein Fünf-Gänge-Menü, das sowohl von ausgesuchten Tees als auch von exquisiten Weinen begleitet wurde. Zu jedem Gang empfahl Weinimporteur Philipp Reher zwei flüssige Repräsentanten vom italienischen Weingut Felluga, die jeder für sich genossen bereits spannend waren. Im Zusammenspiel mit den kulinarischen Teller-Gedichten von Michael Fell entfalteten die Roten und Weißen aus dem Friaul ihre ganz eigene Poesie und sorgten für so manche Überraschung am Gaumen. So wurde die Gänseleber mit Ananas und rosa Pfeffer sanft von einem edelsüßen „Moscato Rosa“ umspielt, während sich das Rahmsüppchen von Sauerkraut und Hummer in Harmonie mit dem frischen Mongris Pinot Grigio zeigte und das Landei mit Kartoffelstampf und Alpenkaviar sich über einen fruchtigen Sauvignon Blanc als Begleiter freute. Zum exotisch-scharfen Bauerngock’l mit Curry und dem Tegernseer Schnitzel mit Kartoffelsalat schenkte der Weinexperte einen bodenständigen Merlot und einen charaktervollen Carantan aus – letzterer entpuppte sich als wahrer Geheimtipp, denn die frankophile 2005er Cuveé aus Bordeaux, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon und Merlot war den angereisten Gourmets bisher unbekannt.

 

 

Fotos: Jever Gourmet Festival / Georg Supanz