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Die Fachtagung „Naturerlebnis im touristischen Angebot“ hat sich als zentrale Veranstaltung zur Förderung des Austausches zwischen Naturschutz und Tourismus an der Westküste etabliert. An der zehnten Tagung haben heute, den 15. November 2012, 160 Interessierte aus den Bereichen Tourismus, Naturschutz und Bildung teilgenommen. „Die rege Diskussion fördert den intensiven Austausch und hilft uns, hochwertige Angebote für das Weltnaturerbe Wattenmeer zu entwickeln und die Region stärker zu profilieren“, betonte Constanze Höfinghoff, Geschäftsführerin des Nordsee-Tourismus-Service und Moderatorin der Veranstaltung. Vor allem der bunte „Markt der Möglichkeiten“ beeindruckte die Teilnehmenden, die sich hier aus erster Hand über Themen rund um Nachhaltigkeit, Naturerlebnis und Servicequalität informieren konnten.

Dr. Detlef Hansen, der Leiter der Nationalparkverwaltung stellte beispielhaft die wichtigsten aktuellen Entwicklungen im Nationalpark vor. „Die vielseitige und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Nationalpark-Partnern, Naturschutzverbänden, Tourismusverantwortlichen und vielen anderen zahlt sich aus, denn sie fördert die Akzeptanz des Nationalparks und Weltnaturerbes“, erklärte er. Klimawandel, Ölförderung und Offshore Windkraft sind derzeit zentrale Themen. Wissenschaftliche Untersuchungen zum Schutz der Seehunde, zum Rückgang der Miesmuschelbänke und zu einwandernden Arten tragen dazu bei, den Lebensraum Wattenmeer besser zu begreifen und zu schützen. Dr. Harald Marencic vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat Wilhelmshaven informierte über die Kommunikations- und Marketingaktivitäten für das Weltnaturerbe und über das niederländisch-deutsch-dänische Interreg IVB-Projekt PROWAD, speziell über die Entwicklung einer grenzüberschreitenden Strategie für einen nachhaltigen Tourismus. Sie soll zum Schutz und Erhalt des Weltnaturerbes beitragen. Im nächsten Jahr wird eine Studie des WWF zu klimafreundlichem Tourismus vorliegen, die effiziente Maßnahmen zu umweltfreundlichem und energiesparendem Reisen ans Wattenmeer vorstellt.

Außerdem halfen bei der Tagung „Blicke über den Tellerrand“, Beispiele aus anderen Ländern für die Weiterentwicklung der Region zu diskutieren. Vorgestellt wurden von der FH Westküste die besten Ideen, die auf den Internetauftritten der 45 marinen Weltnaturerbestätten entdeckt wurden. Ein Vergleich der Entwicklung des „jungen“ Weltnaturerbes Wattenmeer mit dem „langjährigen“ Weltnaturerbe Jurassic Coast in England rundete das Programm ab. Davon können auch die dänischen Partner profitieren, die an dem grenzüberschreitenden, deutsch-dänischen Natur- und Tourismusprojekt beteiligt sind. Fotos: Hecker/LKN-SH