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Wenige Tage Woche nach dem Sturm „Christian“ wird das Ausmaß der Schäden in den Wäldern, besonders im Norden Schleswig-Holsteins, immer deutlicher. Die Landesforsten gehen von einem Schadholzanfall von 240.000 Festmetern aus. Im Privat- und Kommunalwald werden es mindestens 150.000 Festmeter sein.

Das durch den Sturm geworfene und gebrochene Holz hat einen Verkaufswert von über 20 Millionen Euro. Davon müssen erhöhte Aufarbeitungskosten und erhebliche Investitionen für die Wiederaufforstung der Windwurfflächen abgezogen werden.

Zurzeit laufen noch die Verkehrssicherungsmaßnahmen an Straßen, Wegen und Grundstücksgrenzen. Danach werden zunächst die Einzelwürfe aufgearbeitet. Den Schlusspunkt bilden die großen Flächen, auf denen kein Baum mehr stehen geblieben ist. Arbeitskräfte und Maschinen stehen in ausreichender Menge zur Verfügung, um bis alles Schadholz ernten zu können. Dies soll bis zum Sommer 2014 geschehen.

Die Einzelwürfe und teilweise mikadoartig übereinander liegenden Bäume stellen weiterhin eine erhebliche Gefahr dar, so dass das Betretungsverbot für die Wälder in den Kreisen Nordfriesland, Schleswig-Flensburg einschließlich der Stadt Flensburg sowie Rendsburg – Eckernförde (nördlich des Nord-Ostseekanals) bis auf weiteres aufrechterhalten werden muss. „Unsere Förster sind entsetzt, wie leichtfertig sich manche Menschen über das zu ihrem Schutz ausgesprochene Betretungsverbot hinwegsetzen“, erklärt dazu der Direktor der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, Tim Scherer. Jeder, der sich zwischen unter Spannung stehenden Stämmen oder unter hängenden Kronenteilen aufhält, begibt sich in akute Lebensgefahr. Das Forstministerium appelliert deshalb noch einmal eindringlich, Förster und Waldarbeiter bei den laufenden Aufräumarbeiten nicht zu behindern.