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Die Finanzverwaltung Schleswig-Holsteins hat 2013 bis Anfang Dezember bislang 410 Selbstanzeigen entgegen genommen. Alleine im November wurden 45 Selbstanzeigen eingereicht. Die Zahl der Eingaben ist damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich angestiegen: Zwischen Januar und Ende November 2012 kamen 88 Selbstanzeigen zusammen. Das Vorjahresniveau wurde in diesem Jahr bereits im April erreicht. Seit Anfang 2010 hat sich die Zahl der Selbstanzeigen mit Bezug zu ausländischen Bankverbindungen auf 1.168 erhöht. Die Mehrsteuern aufgrund dieser Selbstanzeigen summieren sich auf insgesamt rund 155 Mio. Euro.

Finanzministerin Heinold nahm den anstehenden Jahreswechsel zum Anlass, nochmals für die Möglichkeit zu werben, ungestraft in die Legalität zurückzukehren: „Wer sein Geld noch immer auf einem ausländischen Konto versteckt, der findet sich sehr schnell in einem deutschen Gerichtssaal wieder. Ich kann jedem Steuersünder daher nur raten, zum Jahreswechsel noch einmal in sich zu gehen und sich ehrlich zu machen. Wer die Chance der Selbstanzeige nutzt, der kann nicht nur mit gutem Gewissen ins neue Jahr starten – er schützt sich auch vor schwerwiegenden strafrechtlichen Konsequenzen.“

„Der Druck auf Steuerhinterzieher wird künftig noch weiter steigen. Der automatische Informationsaustausch zwischen Banken und Steuerbehörden wird zunehmend verfeinert. Dazu kommen schon heute neue Instrumente wie die Gruppenabfrage, die wir gezielt zum Einsatz bringen können. Und auch der Ankauf weiterer Steuer-CDs aus der Schweiz oder anderen Steueroasen steht immer auf der Agenda. Wer also einen Koffer voller Geld in den Bergen und ein schlechtes Gewissen im Nacken hat, der sollte besser schnell handeln, bevor es zu spät ist“, erklärte Heinold.