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Insgesamt wurden 18 Sportvereine aus ganz Deutschland für ihr gesellschaftliches
Engagement geehrt. Die Vereine hatten sich als Landessieger für das Finale qualifiziert.
Die „Sterne des Sports“ wurden bereits zum achten Mal vergeben.

Angela Merkel zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Angeboten der Vereine: „Fast
neun Millionen Menschen engagieren sich bei uns ehrenamtlich in Sportvereinen. Sie
tragen wesentlich dazu bei, wichtige soziale Werte zu vermitteln, die unsere Gesellschaft
zusammenhalten“, sagte die Bundeskanzlerin.
„Die Auszeichnung ‚Sterne des Sports’ steht für die große Vielfalt des Sports und die
Bereitschaft der Vereine, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, sagte DOSB Präsident
Thomas Bach: „Diese Verantwortung wird in unseren Sportvereinen Tag für Tag
durch ehrenamtlich tätige Menschen mit großem Engagement gelebt.”

BVR-Präsident Uwe Fröhlich lobte ebenfalls den Einsatz der Vereine: „Alle Sportvereine,
die den Sprung ins Bundesfinale der ‚Sterne des Sports’ in Gold geschafft haben,
beweisen, dass der Gedanke, vor Ort füreinander da zu sein, noch immer modern und
aktuell ist.

Hintergrund:

Vor 2009 hat es auf Sylt kein einziges Sportangebot für Menschen mit Handicap gegeben. Erst
durch die Kooperation des TSV Westerland mit der Lebenshilfe Sylt e.V. änderte sich das. Der
Verein gründete eine eigene Handicap-Sparte, die er seitdem kontinuierlich ausbaut.
Angefangen hat alles mit einer Trainingsgruppe für das „Deutsche Sportabzeichen für Menschen
mit Behinderung“. Mittlerweile gehören auch Schwimmkurse und Judo zum Angebot. Im August
2011 ist der neue Kurs ,,Spaß an der Bewegung” für Menschen mit Behinderung gestartet.
„Unser Ziel war es von Anfang an, dass behinderte und nicht behinderte Menschen bei uns
gemeinsam Sport treiben“, betont Karolina Heitkamp vom TSV Westerland. Durch den
persönlichen Kontakt können Vorurteile abgebaut werden. Da gerade die Handicap-Sportler
anderen sehr offen gegenüber treten, gibt es auch Begegnungen außerhalb des Sports, wie
Einladungen zu Geburtstagen oder der gemeinsame Besuch von Veranstaltungen.
Mittlerweile hat der Verein 30 Handicap-Sportler als Mitglieder gewonnen. Neben dem
gesundheitlichen Aspekt – der Verbesserung und dem Erhalt der körperlichen Leistungsfähigkeit
bzw. der ADL’s (Aktivitäten des täglichen Lebens) – hat der Sport ihnen vor allem zu mehr
Selbstbewusstsein verholfen.