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Porsche auf Sylt weckt Reiseträume

 Alle waren eingeladen zum ersten Geburtstag von Porsche auf Sylt: Nachbarn, Freunde, Porsche-Fans und solche, die es noch werden wollen. Bei Sekt, Wein oder Kaffee tauchten die Gäste entspannt in die – teilweise virtuelle – Welt der Luxusmarke ein. Für Inspiration sorgte, zumindest bei mir, die aktuelle Ausstellung „Porsche auf Reisen – Berge“  und so mancher schwelgte angesichts der mitreißenden Fotos und Reiseberichte von Stefan Bogner (Curves Magazin) in Träumen vom unterwegs sein in atemberaubender Natur. Diese gibt es auf Sylt natürlich reichlich, aber so eine kleine Tour durch die Berge ist schon auch verlockend.

Eine Marke für die Insel

Ich habe erst einmal in meinem Leben einen Porsche selbst gesteuert, und zwar die unglaubliche Strecke vom Samoa Seepferdchen nach Westerland. Der Freund, mit dem ich unterwegs war, hatte zuviel getrunken und ich habe den (ziemlich neuen) Sportwagen nur nach Hause gefahren. Ich bin weder Autofan noch mag ich hohe Geschwindigkeit und muss trotzdem zugeben: so ein Porsche hat schon was. Alleine das Geräusch ist irgendwie cool.

Warum also nicht zum ersten Geburtstag mal in dem für meinen Geschmack sehr geschmackvollen Gebäude in Tinnum vorbeischauen. Dort treffe ich die Leiterin des Standorts Sylt, Katja Bock. Sie erklärt mir mit großer Leidenschaft die Besonderheit von Porsche auf Sylt: “Wir wollen Menschen einladen, unsere Marke besser kennenzulernen. Wir wollen sie begeistern. Im Vordergrund steht dabei nicht so sehr der Verkauf. Wir möchten Gefühle ansprechen, inspirieren, Träume wecken. Dafür ist Sylt ein idealer Standort.”

 Digitale Autowelt

Im Gebäude steht deshalb auch nur ein einziger (pinker!) Porsche. Die “Entführung” in die Porschewelt verläuft nämlich digital. Dazu stehen in Schaukästen kleine Modelle bereit, die aussehen wie Schokoladenautos. Es sind sogenannte Clay-Modelle, die als Basis für ein individuelles Design dienen. Alle sechs aktuellen (und ein zukünftiges) Porschetypen stehen zur Verfügung, ich wähle mir einen 911er aus. Per Tablet steuert Frau Bock das Modell an und ich sehe es in allen möglichen Farbvariationen. Blau, warum nicht mal blau. Meinen blauen neuen Sportwagen kann ich nun auch dreidimensional auf dem gegenüberliegenden großen Monitor sehen. Von allen Seiten, von innen und außen, Details. Munter gestalte ich mein zukünftiges Auto weiter. Sitze, Felgen, Bezüge. Das macht Spaß. Spaß macht es offensichtlich auch, virtuell im Panamera 4 E-Hybrid zu sitzen. Mit einer VR-Brille auf dem Kopf taucht der Porschefan selbst in die animierte Welt ein. Cool, da braucht man ja fast gar kein echtes Auto mehr.

“Natürlich haben wir jedes Modell auch in echt vor der Tür stehen”, schmunzelt Katja Bock. “So ganz ohne Haptik geht es eben doch nicht”. Porsche auf Sylt ist bisher weltweit der einzige Standort in dieser Art. Mit diesem Laboransatz soll der Verkauf der Zukunft getestet werden. Wer auf der Insel dennoch einen Porsche kaufen will, der kann das natürlich tun. Porsche Sylt vermittelt dann an einen Händler am Wohnort des Interessenten.

Porsche auf Reisen

Der Traum von Freiheit: Passend zur Marke ist zur Zeit die Ausstellung „Porsche auf Reisen – Berge“ zu sehen, die den Betrachter von den flachen, geradlinigen Straßen der Insel in die Serpentinen des Gebirges versetzt. Die faszinierenden Fotos von menschenleeren Alpenpässen werden zur Feier des Tages von Stefan Bogner, Fotograf und Herausgeber des Curves Magazins, vorgestellt und mit kurzweiligem Reisebericht untermalt. Einige der Pässe bin ich selbst schon gefahren, wenn auch nicht in einem Porsche, und ebenso wie Stefan Bogner begeistern mich diese Aussichten jedes Mal aufs Neue. Meine Reiselust ist in jedem Fall geweckt.

Wobei es auf der Insel natürlich auch sehr schön ist. Wer mag, kann sich bei Porsche auf Sylt einen Wagen mieten und statt der Berge die mindestens genauso reizvolle Dünenlandschaft erkunden. Oder man nutzt einen Schietwettertag und  schaut einfach mal in Tinnum vorbei und träumt ein bisschen. Das schadet ja nie. “Bei uns ist jeder willkommen”, sagt Katja Bock.