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“Das ist kein Kompromiss, sondern ein Deal, der zum Himmel stinkt. Husum verliert die etablierte internationale Leitmesse der Windtechnik und bekommt dafür den Hafenschlick. SPD, Grüne und SSW haben Husum, die Westküste und Landesinteressen verraten. Ein Tiefpunkt norddeutscher Zusammenarbeit: Hamburg diktiert, und Schleswig-Holsteins Landesregierung kuscht.” Mit dieser scharfen Kritik reagiert die CDU in Nordfriesland auf das heute bekannt gewordene Ende für die Husumer Windmesse.

Kreisvorsitzender Ingbert Liebing und Fraktionsvorsitzender Tim Hanke lassen dabei kein gutes Haar an den regierenden Sozialdemokraten in Kiel und Hamburg: “Sie tragen die Verantwortung dafür, dass die staatliche Hamburger Messegesellschaft mit Rückendeckung der SPD-geführten Landesregierungen die Messe in Husum platt machen kann. Der privaten Husumer Messegesellschaft blieb gar nichts anderes übrig, angesichts dieser Drohkulisse, von der eigenen Landesregierung im Stich gelassen, zumindest noch etwas für die eigene Gesellschaft herauszuholen. Das ist ein Armutszeugnis für die Landesregierung unter Albig”, so die CDU-Politiker.

Liebing erinnerte daran, dass der frühere Hamburger CDU-Bürgermeister Ole von Beust den damaligen Versuchen, die Messe aus Husum abzuwerben, immer widersprochen hatte. “Damals funktionierte norddeutsche Zusammenarbeit noch, als Peter Harry Carstensen und Ole von Beust gemeinsam Probleme lösten”, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Wie Hohn klingen da die gerade aufgehängten Plakate des SSW zur Kommunalwahl, auf denen steht: “Hamburg macht den Wind, wir die Messe”. “Jetzt macht auch Hamburg die Messe – dank des SSW in der Landesregierung. Vom eigenen Anspruch einer Regionalpartei für den Norden ist der SSW meilenweit entfernt, eine einzige Enttäuschung”, erklärten Liebing und Hanke.

Tim Hanke verwies darauf, dass der Kreis Nordfriesland auf Initiative der CDU-Kreistagsfraktion gerade ein Zeichen der Solidarität zur Messe gesetzt hatte und der Messegesellschaft beigetreten war. “Das heutige Aus für Husums Windmesse ist deshalb auch ein Schlag gegen den ganzen Kreis Nordfriesland. Als Dank erhalten wir den Hafenschlick aus Hamburg. Danke Herr Albig, für dieses großartige Ergebnis”, sagte Hanke abschließend.