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Gesundheitsministerin Kristin Alheit hat sich heute, Freitag den 18.2.2014 ein Bild von dem in Schleswig-Holstein durchgeführten Praxistest zur Entbürokratisierung in der Pflege gemacht. Bei einem Besuch der teilnehmenden DRK-Pflegerichtung in Husum berichteten Pflegekräfte von ihren Erfahrungen mit einer vereinfachten Pflege-Dokumentation.

Alheit betont: „Die Entbürokratisierung ist nicht nur dringend notwendig, sondern auch praktisch möglich. Das verdeutlicht die bisherigen Erkenntnisse aus dem Praxistest. Jetzt gilt es, die Ergebnisse zu nutzen und bundeseinheitlich umzusetzen“. Alheit fordert daher von der Bunderegierung konkrete nächste Schritte, um eine vereinfachten Dokumentation einheitlich zu implementieren. „Die Rückmeldungen zum Praxistest zeigen, dass das erprobte Verfahren einfacher ist und Zeit spart. Zeit, die Pflegekräfte besser mit den zu pflegenden Menschen verbringen können, anstatt am Schreibtisch“, so Alheit weiter. Sieben der acht beteiligten Einrichtungen in Schleswig-Holstein möchten das vereinfachte Verfahren fortführen.

Vor dem Hintergrund des notwendigen Bürokratieabbaus in der Pflege hatte das Bundesministerium für Gesundheit eine „Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege“ eingesetzt, die im September 2013 Empfehlungen zu einer vereinfachten Grundstruktur der Pflegedokumentation vorgelegt hatte. Diese berücksichtigen die fachlichen und rechtlichen Anforderungen und zielen darauf ab, den zeitlichen Aufwand für die Pflegedokumentation zu minimieren sowie zugleich eine Grundlage für die interne und externe Qualitätssicherung zu bieten. Ab Mitte Oktober 2013 wurde das Konzept in einem Praxistest bundesweit in 5 Regionen mit rund 60 Einrichtungen erprobt. Schleswig-Holstein war mit 8 stationären Einrichtungen an der Erprobungsphase beteiligt, darunter auch das DRK Pflegeheim in Husum.

„Mir ist wichtig, dass die Dokumentation endlich das wird, was sie sein soll: ein Hilfsmittel, damit Pflege und Betreuung fachgerecht und auf den einzelnen älteren Menschen ausgerichtet wird“, so Ministerin Alheit. Alheit wird den Landespflegeausschuss bitten, sich in der kommenden Sitzung mit den Projektergebnissen zu befassen.

Schleswig-Holstein hatte bereits auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz Ende November die Initiative ergriffen und einen Antrag zu Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation eingebracht. In dem mit deutlicher Mehrheit angenommenen Antrag fordern die Länder die Bundesregierung auf, konkrete und praxisnahe Leitlinien für eine fachgerechte und effiziente Pflegedokumentation zu erarbeiten. Dabei sollte die Kompetenz der beim Bundesgesundheitsministerium eingerichteten Ombudsstelle genutzt werden, soweit deren Aufgabe nicht durch ein anderes Gremium mit pflegefachlicher Expertise wahrgenommen wird.