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Das vom Land beauftragte Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest Sozialforschung hat die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zur Errichtung einer Pflegekammer vorgelegt. Demnach begrüßt die absolute Mehrheit der befragten Pflegekräfte die Errichtung einer Pflegekammer: 51 % bewerten die Einrichtung einer Pflegekammer mit „finde ich gut“, 24 % antworteten mit „finde ich nicht gut“. Ein Viertel aller Befragten (25 %) hatten sich noch keine Meinung gebildet.

Im Rahmen der Umfrage unter 1170 examinierten Beschäftigen in der Kranken- und Altenpflege wurde außerdem u.a. zum Thema Kammerbeiträge, zu einer Bewertung der potentiellen Aufgaben der Kammer sowie zum Informationsstand befragt. Es wurde deutlich, dass laut Selbsteinschätzung die Mehrheit der Befragten einen hohen oder mittleren Informationsstand bezüglich des Themas hat (insgesamt 58 %). 42 % hatten nach eigener Einschätzung einen niedrigen Informationsstand. Aus der Umfrage geht hervor, dass je höher der Informationsstand der Befragten war, desto höher war die Zustimmung zur Errichtung einer Pflegekammer. Rund zwei Drittel aller Befragten sehen in der Pflegekammer eine Vertretung der beruflich Pflegenden (Zustimmung 68 %), die der Pflege eine einheitliche Stimme in Politik und Öffentlichkeit gibt (Zustimmung 67 %) und deren Position im Gesundheitswesen stärkt (Zustimmung 65 %). Ebenfalls rund zwei Drittel gaben an, dass eine Kammer die Hauptprobleme in der Pflege (Fachkräftebedarf; niedrige Löhne) nicht lösen könne. Die Zustimmungswerte zur Errichtung der Kammer unterscheiden sich in den Berufsgruppen, wobei die Zustimmung in der Krankenpflege am höchsten ist.

Nach der Vorstellung der Ergebnisse durch TNS Infratest Sozialforschung im Sozialministerium gestern informierte Gesundheitsministerin Kristin Alheit heute (24.10.) den Sozialausschuss des Landtages. Alheit betonte: „Die Erkenntnisse der Umfrage werden wir im weiteren Verfahren zur Errichtung der Pflegekammer nutzen. Sie geben Hinweise für die Ausgestaltung der Pflegekammer. Dazu gehört für mich auch, dass die Kosten einer Kammer für die Mitglieder einkommens-kompatibel sein müssen. Eine Möglichkeit wären gestaffelte Beiträge. Außerdem wurde deutlich, dass eine weitergehende Information der Beteiligten notwendig ist“. Eine Pflegekammer sei kein Allheilmittel, denn um die Zukunft der Pflege zu gestalten, sei eine Vielzahl von Ansätzen erforderlich. „Ich bin mir aber sicher, dass eine Pflegekammer dazu beitragen kann, den Pflegeberuf zu stärken und die Qualität in der Pflege weiter zu verbessern, so die Ministerin weiter. „Davon sollen nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Pflegebedürftige profitieren“. Das Sozialministerium plant noch in diesem Jahr eine Pflegekammer-Konferenz, um Verbände, Organisationen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern und weitere Beteiligte über den Stand des Verfahrens zu informieren und sich gemeinsam abzustimmen. Mit einem entsprechenden Pflegekammergesetz, das innerhalb des kommenden Jahres in Kraft treten soll, soll die Voraussetzung zur Bestellung eines Errichtungsausschusses geschaffen werden, der dann eine Kammerwahl vorbereiten kann.