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Das erste Bewerbungsverfahren für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes ist in Schleswig-Holstein auf Interesse gestoßen. Bis zum 30. November 2013 waren Gruppen und Gemeinschaften aufgerufen, sich mit einer kulturellen Ausdrucksform in ihrem Bundesland für die Liste zu bewerben. Im schleswig-holsteinischen Kulturministerium gingen innerhalb der Frist fünf Bewerbungen ein. Sie werden nun ausgewertet und zunächst formal überprüft. Zu diesen Kriterien zählen unter anderem vollständige Angaben und zwei Empfehlungsschreiben von unabhängigen, sachverständigen Personen. Konkretere Angaben zu den Vorschlägen können frühestens Mitte dieses Monats gemacht werden. Bis Mitte April 2014 wird eine Expertenjury eine Vorauswahl treffen, welche zwei Vorschläge (mehr sind pro Bundesland nicht zugelassen) aus Schleswig-Holstein über die Kultusministerkonferenz an das Expertenkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission weitergeleitet werden. Dieses Gremium wiederum trifft sich zur Evaluierung der Vorschläge aus den 16 Ländern sowie länderübergreifender Bewerbungen im September 2014. Voraussichtlich im Dezember 2014 werden dann die ersten Einträge in das bundesweite Verzeichnis präsentiert.

Die Erstellung des bundesweiten Verzeichnisses ist eine Bestandsaufnahme kultureller Traditionen in Deutschland. Die Aufnahme ist eine öffentlich sichtbare Anerkennung der kulturellen Ausdrucksform und ihrer Träger. Deutsche Nominierungen für internationale Listen des immateriellen Kulturerbes können erst nach Ende des deutschen Auswahlverfahrens frühestens im März 2015 bei der UNESCO eingereicht werden. Zum immateriellen Kulturerbe zählen unter anderem Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturheilkunde und Handwerkstechniken.