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Erstmals stehen gemeinsame meteorologische und ozeanographische Referenzdatensätze, sogenannte Klimatologien, für die Nordsee zur Verfügung. Die Klimatologien wurden im Rahmen des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderten Projektes KLIWAS (Auswirkungen des Klimawandels auf Wasserstraßen und Schifffahrt – Entwicklung von Anpassungsoptionen) erstellt. Basis bilden Daten, die z. T. seit 1890 für die Nordsee und den angrenzenden Atlantik erhoben werden. Die Klimatologien sind die Grundlage für Empfehlungen zur Anpassung von Wasserstraßen, Schifffahrt und Küstenschutz an zukünftige klimatisch bedingte Veränderungen.

Die Klimatologien haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Integrated Climate Data Center (ICDC) am Exzellenzcluster CliSAP der Universität Hamburg (Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit, CEN), des Seewetteramts des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für die Klima- und Klimaanpassungsforschung in der Nordsee entwickelt. Sie stellten über 13 Millionen Daten der Wassertemperatur, über 12 Millionen Salzgehaltsdaten sowie über 19 Millionen atmosphärische Datensätze wie Lufttemperatur, Luftdruck und Taupunkt zusammen und werteten sie aus. Anschließend wurden die Ergebnisse einer umfangreichen Qualitätsprüfung unterzogen und zu zeitlich und räumlich gemittelten Feldern verarbeitet. Diese Referenzdaten dienen der Bewertung von regional hoch aufgelösten Klimaprojektionen in Meer und Atmosphäre für die Nordsee. Die Klimatologien werden über ein öffentlich zugängliches Portal am ICDC für verschiedene Referenzperioden auf Monats- und Jahresbasis graphisch dargestellt. Die Gitterpunktdaten stehen dort der Allgemeinheit kostenfrei als Download zur Verfügung.