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Sylt. Am Morgen des 04. Juli 2013 trat in diesem Jahr zum ersten Mal ein auffälliges Phänomen an den Sylter Weststränden auf. Rosafarbene Planktonteppiche trieben auf der freien Wasserfläche und fanden sich im Spülsaum.

Wie der Sylter Umweltbeauftragte Dipl.-Biologe Norbert Grimm feststellte, handelt es sich hier um die Ankündigung eines faszinierenden Schauspiels, nämlich des Meeresleuchtens.

Das Meeresleuchttierchen (Noctiluca scintillans) ist ein bis 1 mm großer Planktonorganismus, der sich von mikroskopisch kleinen Algen ernährt. Es weidet praktisch die Algenblüten ab und vermehrt sich dabei selbst kräftig. Solche Massenansammlungen sind dann deutlich zu sehen.

Die Organismen, die aussehen wie kleine begeißelte Ballons, treiben in großer Anzahl an der Oberfläche zusammen und bilden hier bei ruhigem Wetter rosa gallertig-glibberige Teppiche.

Wer das sieht, sollte sich freuen und mit Einbruch der Nacht an den Strand zurückkehren, die Chance, Meeresleuchten zu erleben, ist dann recht groß. Wer das Glück hat, kann sehen, wie das Meer bei jeder Bewegung aufleuchtet oder die Fußabdrucke leuchten.

Die Planktonblüte selbst ist völlig harmlos, ungiftig und stellt keine Beeinträchtigung der Badewasserqualität da.

 

Foto: Maria Antónia Sampayo