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Justizministerin Anke Spoorendonk hat heute, den 4. November 2013 anlässlich der Auftaktveranstaltung des Projektes zur „Förderung rechtlicher Vorsorge in Schleswig-Holstein“ die Wichtigkeit von ehrenamtlicher Betreuung und Vorsorgevollmachten betont. „Momentan sind in Schleswig-Holstein über 50.000 Menschen aufgrund Alters, Krankheit oder Behinderung auf die Hilfe einer rechtlichen Betreuung angewiesen. Diese Hilfe wird etwa zur Hälfte von ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern geleistet. Die schleswig-holsteinischen Betreuungsvereine leisten auf diesem Gebiet hervorragende Arbeit. Es ist uns ein großes Anliegen, die Betreuungsvereine angemessen zu fördern, auch finanziell. Das Justizministerium hat die finanzielle Unterstützung zum 1. Oktober 2013 vom Sozialministerium übernommen und wir planen, die bisherige Förderung ab 2014 aufzustocken“, erklärte Spoorendonk.

 

Im Mittelpunkt der heutigen Veranstaltung stand das Projekt „Förderung rechtlicher Vorsorge in Schleswig-Holstein“, das der Ausbildung sogenannter Vorsorgelotsen dient. Dabei werden ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger geschult, um in der Folge – unterstützt durch den örtlichen Betreuungsverein – über Vorsorgevollmachten zu informieren. „Durch eine qualitativ gute Vorsorgevollmacht kann eine rechtliche Betreuung vermieden werden, was wiederum den Justizhaushalt entlastet“, sagte die Justizministerin. Das Land fördert das Projekt „Förderung rechtlicher Vorsorge in Schleswig-Holstein“ mit Investitionsmitteln in Höhe von 86.000,- Euro.

 

Schleswig-Holstein liegt 2013 bei den neu eingetragenen Vorsorgevollmachten bezogen auf die Einwohnerzahl der Länder bundesweit an zweiter Stelle: Der Bundesschnitt liegt bei 40 Vorsorgevollmachten pro 10.000 Einwohner, in Schleswig-Holstein sind es 71 Vorsorgevollmachten.

 

Etwa 80 Prozent der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer sind Familienangehörige. Der Anteil der ehrenamtlichen Betreuungen, insbesondere der Anteil der familiär geführten ehrenamtlichen Betreuung, ist seit Jahren rückläufig. Während im Jahre 2003 noch etwa 63 Prozent der neu eingerichteten Betreuungen von Familienangehörigen übernommen wurden, waren es 2012 nur noch knapp über 50 Prozent.

 

Förderung der Betreuungsvereine:

Die 20 Betreuungsvereine in Schleswig-Holstein werden vom Land und den Kreisen finanziell gefördert. So soll gewährleistet werden, dass die Vereine ihren sog. „Querschnittsaufgaben“ (Informationsveranstaltungen, Fortbildungen, Gewinnung ehrenamtlicher Betreuer/innen, Information über Vorsorgevollmachten, etc.) nachkommen können. Im Haushalt 2013 ist die Förderung (die 2011 um 15 Prozent gekürzt wurde) mit 506.200,- Euro angesetzt. Im Haushalt 2014 soll die Förderung um etwa 20 Prozent angehoben und so wieder auf den Stand von 2010 gebracht werden.

 

Projekt Vorsorgelotsen:

Das Projekt Vorsorgelotsen ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Betreuungsvereine mit dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa. In diesem Projekt werden auf zwei zentralen Schulungen sog. „Vorsorgelotsen“ ausgebildet und sollen dann als Multiplikatoren für die Verbreitung von Vorsorgevollmachten dienen.