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Trotz intensiver gemeinsamer Anstrengungen von Gesundheitsministerium und Beteiligten steht ab dem 1.1.2014 für Sylterinnen keine Geburtshilfe mehr vor Ort, sondern nur noch auf dem Festland zur Verfügung.

Was muss ich als Sylterin beachten, wenn ich ein Kind erwarte?

Ab dem 1.1.2014 sollten Frauen rund 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin eine Geburtsklinik auf dem Festland aufzusuchen, um dort entbunden zu werden. Setzen Sie sich wie üblich im Rahmen der Vorsorge mit Ihrer Hebamme bzw. Ihrem Frauenarzt oder Frauenärztin in Verbindung. Die Hebammen und die Frauenärzte auf Sylt können Sie über die Möglichkeiten der Entbindung in einer Klinik auf dem Festland informieren.

Wer trägt die Kosten für eine Unterbringung vor der Geburt auf dem Festland?

Die Krankenkassen erklärten ihre Bereitschaft zur Übernahme der Kosten im Rahmen des gemeinsam mit dem Diakonissenkrankenhaus Flensburg (Diako) initialisierten Boarding-Konzeptes, sofern Schwangere diese Klinik zur Entbindung aufsuchen.

Kann ich nur in Flensburg entbunden werden?

Nein, welche Klinik Sie aufsuchen, ist Ihnen selbstverständlich freigestellt. Allerdings ist eine von Krankenkassen getragene Unterbringung vor der Geburt derzeit nur in Flensburg möglich. Die Diako ist eine Klinik mit der höchsten Versorgungsstufe, also der sichersten Versorgungmöglichkeit für Sie und Ihr Kind.

Was bedeutet Boarding-Konzept?

Krankenkassen und Diako teilten dazu mit: „Direkt gegenüber der Frauenklinik verfügt die Diako über ein Boarding-Haus mit Doppel- oder Einzelzimmern, das Schwangere von Sylt ca. zwei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beziehen können – auch gemeinsam mit ihrem Partner.“ Von dem sogenannten „Boarding-Haus“ (Herberge) haben Sie einen kurzen Weg/ Anschluss zur geburtshilflichen Versorgung der Diako.

Wie melde ich mich an?

Schwangere und Hebammen von Sylt können sich ab sofort mit allen Fragen zur Schwangerschaft oder Entbindung sowie für die Anmeldung der Zimmer im Boarding-Haus bei der Diako in Flensburg unter der Telefonnummer 0461 / 812 45 33, per Fax unter 0461 / 812 45 36 oder per E-Mail an kreisssaal@diako.de an die DIAKO in Flensburg wenden. Sylter Hebammen können Schwangere dabei unterstützen.

Was geschieht, wenn meine Wehen vor der 2-Wochenfrist einsetzen oder das Verlassen der Insel wetterbedingt nicht möglich ist?

Für Notfälle gibt es spezielle Absprachen mit dem Rettungsdienst, um die betroffenen Frauen schnellstmöglich ins geeignete Krankenhaus zu bringen. Der Rettungsdienst wird in Notfällen über erforderliche Maßnahmen entscheiden, gegebenenfalls auch unter Beteiligung der Notfallversorgung der Asklepios- Nordseeklinik auf Sylt, die dafür zur Verfügung steht.

Was bedeutet „Versorgungsstufen“ in Hinblick auf die Geburtskliniken?

Der gemeinsame Bundesausschusses (GBA) definiert die so genannten Versorgungsstufen je nach Versorgungsmöglichkeit: Je höher die Versorgungsstufe, desto besser/ sicherer ist die Versorgungsmöglichkeiten für Sie und insbesondere auch für Ihr neugeborenes Kind. Die Nordseeklinik war bisher eine Klinik mit der niedrigsten Versorgungsstufe von insgesamt 4 Stufen. In einer solchen Geburtsklinik sollten auch in der Vergangenheit nur Frauen entbinden, die sich schon nach der 36. Schwangerschaftswoche befinden und weder für Mutter noch für das Neugeborene ein Risiko erwartet wird. Die Diakonissenanstalt in Flensburg verfügt über die höchste Versorgungsstufe inkl. intensivmedizinischer Versorgung von
Neugeborenen.