Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Die Vorfreude – sie beginnt spätestens auf dem Hindenburgdamm. Das Festland bleibt zurück –
und mit ihm der Stress, der Alltag, das Einerlei. Die Insel rückt näher – und mit ihr der eigene
Ruhepol, die Auszeit, das Einzigartige. Schluss mit jetzt und sofort. Her mit dem Rhythmus der
Wellen. Einatmen. Ausatmen. Sylt ist bereit. Eine Insel im Frühling, auf der Erstentdecker zunächst
einmal tief Luft holen, bevor sie die Umgebung entdecken. Und bevor die Sommergäste an die
Strände der Westküste strömen. Zeit für jenen Hauch von rauer Wildheit, der sich in die ersten
zweistelligen Temperaturen mogelt. Und Zeit für neue Blickwinkel und alte Traditionen.

Das erste Mal auf Sylt. Das muss Liebe sein, wenn man sich so bewusst und so entspannt auf den
Holzweg begibt: Sylt soweit die Füße tragen und immer den typischen Holzbohlenwegen nach.
Inselalltag funktioniert auch ohne Schuhe, wenn es mitten durch die Natur geht. Sie ist das
eigentliche Wunder Sylts, sie bietet demjenigen Einsamkeit und Ruhe, der sie sucht. Und das, ohne
jene zu stören, die seit jeher ein Anrecht darauf haben: brütende Vögel und knospende Pflanzen.
120 Pflanzenarten leben allein in der Braderuper Heide, 20 davon sind vom Aussterben bedroht. Die
Wege durch die Heide sind eine Mischung aus kleinen Trampelpfaden und hölzernen Wegen und
Treppen. Das soll hier jedoch nicht heißen, dass jeder Wanderer kreuz und quer durch die Heide
stapfen soll. Das ist hier nämlich strengstens verboten. Doch keine Sorge, die erlaubten
Trampelpfade bieten genügend Spielraum für eine ausgedehnte Wanderung. Denn Platz ist genug
auf Sylt – vor allem in der Vorsaison. Platz für ursprüngliche Landschaft und Entdeckerpfade. Und
am Ende wartet immer das Meer.

Gischt auf der Haut. Grenzen zieht allein der Horizont. Das Auto bleibt stehen, denn Sylt sollte man
mit den Fußsohlen erspüren. Im Watt. Am Strand. Oder ganz professionell: im „Nordic Walking Park
Sylt“. Und wem das nicht schnell genug ist, wer die salzige Luft so richtig auf der Haut spüren
möchte, der steigt um aufs Rad. Das große Abenteuer im überschaubaren Format liefern satte 200
Kilometer Wegenetz. Inseleroberung entlang der still gelegten Inselbahntrasse oder durch den
Osten der Insel, wo sich die Osterlämmer die Salzwiesen schmecken lassen. Liebe auf den ersten
Blick. Und mit jedem weiteren wächst die Zuneigung für den Sylter Kosmos. Frühling auf Sylt, das
heißt auch zu beobachten, wie die Zahl der Strandkörbe stetig steigt. Es ist die Zeit für Saunen mit
Blick auf die See, für Heilschlick im Softpack oder einen echten Friesentee – mit Wölkchen, nicht
gerührt.

Das erste Mal auf Sylt. Zeit für Entdecker. Zeit für einen Schlagabtausch – auf dem Golf-Green. Für
junges Gemüse in einem der Sylter Sterne-Restaurants. Und Zeit, sich auf den Kopf zu stellen – auf
der Yogamatte am Strand. Zeit für Shopping-Träume in Kampen, Flanieren in Westerland, Idylle
zwischen den alten Kapitänshäusern in Keitum, in deren Vorgärten die ersten Blumen sprießen. Für
einen Weißwein im Szene-Lokal und Mittag für das kleine Portmonee. Für Krabbenpulen und
Austernschlürfen. Für einen Schluck Wasser aus dem Herzen der Sylt-Quelle. Zeit, um auf den
Geschmack der Insel zu kommen. Sylt ist bereit.