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„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind keine Personalressource, sie sind der LKN-SH, sind die Seele unseres Betriebes.“ Mit diesen Worten gibt der Direktor des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN-SH), Dr. Johannes Oelerich, bei der Personalversammlung in Husum anlässlich des fünfjährigen Bestehens des LKN-SH ein starkes Bekenntnis gegenüber seinen Leuten.

Als der LKN-SH am 1. Januar 2008 seine Arbeit aufnahm, hatte die Küstenschutzverwaltung des Landes eine über hundertjährige Tradition. Aus gutem Grund, denn ein Drittel der Schleswig-Holsteiner lebt in Bereichen, die durch Küstenschutzeinrichtungen gesichert sind. Auch der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, ein Naturraum gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung der wenig später als Weltnaturerbe geadelt wurde, hatte bereits eine über 20-jährige Tradition. Der neue Landesbetrieb sollte den Herausforderungen des Klimawandels im Küsten- und Naturschutz begegnen: fachübergreifend, und in einer zukunftsfähigen Partnerschaft aber ohne Aufgabe der Identität dieser scheinbar gegensätzlichen Bereiche.

„Die der Gründung vorausgegangene Umorganisation war kein Selbstzweck. Sie diente dazu, die Aufgaben, die das Land zu erfüllen hat, in einer zeitgemäßen Struktur zu erledigen. So gut, aber auch so effizient wie möglich. Das hat prima geklappt“, lobt der Staatssekretär des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Dr. Ulf Kämpfer, bei der Personalversammlung seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Der Landesbetrieb versteht sich als Schleswig-Holsteins Dienstleister für den Küstenschutz an Nord- und Ostsee, den Hochwasserschutz an Flüssen, den Betrieb landeseigener Häfen, den gewässerkundlichen Mess- und Hochwasserwarndienst. Die Abwehr von Gefahren bei Schiffshavarien in Nord- und Ostsee ist ebenso seine Sache wie der Naturschutz und die Regionalentwicklung im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Viele Aufgaben stehen dauerhaft an, wie die Erhaltung des Wattenmeeres oder der 480 Kilometer Deiche, die Kontrolle von 400 Bauwerken oder von 1500 Grundwassermessstellen und Pegeln. Damit alle Aufgaben zeitgemäß erledigt werden, sind immer wieder Neuerungen erforderlich. Der Stand von Technik und Wissenschaft wird laufend berücksichtigt und interne Abläufe werden optimiert. In den vergangenen fünf Jahren mündete dies unter anderem in umfangreichen, öffentlich zugänglichen Fach- und Managementplänen, die das Wissen um unsere Küsten und ihren Schutz zusammenführen, einem zentralen Mess-, Beobachtungs- und Warndienst für gewässerkundliche Daten oder der Einrichtung eines zentralen Einsatzzentrums für die Bekämpfung von Schadstoffunfällen an Gewässern.

Die Bilanzsumme des LKN-SH hat 2012 die 100 Millionen Euro Marke überschritten. Die Wirtschaftlichkeit des nun nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführten Landesbetriebes wird jährlich von externen Wirtschaftsprüfern bestätigt. Den Vorgaben des Landes folgend, wurde seit der LKN-Gründung 14 % des Personals abgebaut. Am Betriebssitz in Husum sowie in Itzehoe, Kiel, in der Tönninger Nationalparkverwaltung und an 28 weiteren Standorten in Schleswig-Holstein arbeiten heute 713 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: 250 Wasserbauer, Dutzende Bauingenieure und -techniker, Verwaltungskräfte, Schlosser, Elektriker, Biologen und Baggerfahrer.

Die enorme Vielfalt der Menschen und Arbeiten im LKN-SH ist in einem kleinen Buch zusammengefasst, das die LKN-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben einem Satellitenbildposter als kleines Dankeschön für ihre engagierte Arbeit erhalten. 22 von ihnen werden darin in Reportagen portraitiert. Sie zeigen, wie sie die platteste Landschaft der Welt vermessen, vor Sturmfluten warnen, Deiche bauen lassen, zwischen Stören tauchen, Matrosen mustern, Seegrundstücke verwalten, sich an internationalen Forschungsvorhaben beteiligen und mit der EU abrechnen.