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Kiel/Sylt. Das Expertengremium, das den Bund bei der Vergabe seiner Gedenkstättenmittel berät, hat zu zwei Anträgen aus Schleswig-Holstein Empfehlungen gegeben, der die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Prof. Monika Grütters gefolgt ist. Befürwortet wurde der Antrag zur Modernisierung und Weiterentwicklung der KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund in Nordfriesland. Schleswig-Holsteins Kulturministerin Anke Spoorendonk zeigte sich sehr erfreut: „Die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund zählt zu den ältesten, den Opfern des „Dritten Reichs“ gewidmeten Gedenkstätten Deutschlands. Mit dem jetzt bewilligten Projekt verfolgen wir zweierlei: Zum einen die inhaltliche Neukonzeption und Neuerarbeitung der 23 Jahre alten Dauerausstellung unter Einbeziehung neuer Techniken und Erkenntnisse. Zum anderen eine noch engere Vernetzung der historischen Orte des Leidens und Sterbens der KZ-Häftlinge (z.B. Gräber und Lagergelände). An den Gesamtkosten des Projekts von 500.000 Euro beteiligt sich das Land mit 250.000 Euro“, so Spoorendonk.

Nicht befürwortet wurde hingegen der Antrag der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten zum „Historischen Lernort Neulandhalle“ in Dithmarschen. Dazu sagte die Ministerin: „Wir bedauern diese Entscheidung des Bundes sehr. Ungeachtet dessen werden wir das landesweite Gedenkstättenkonzept auf der Grundlage unserer bestehenden Gedenkstätten weiter vorantreiben. Ziel der Landesregierung ist es, die Arbeit in den Gedenkstätten nachhaltig zu stärken und ein von Gedenkstättenträgern wie ehrenamtlich tätigen Vereinen und Verbänden mitgetragenes Konzept zu entwickeln. Wir hätten die Neulandhalle gerne in dieses Konzept eingebettet, denn an ihr hätte man beispielhaft die Geschichte der umfassenden Akzeptanz der im Kern zutiefst menschverachtenden und totalitären NS-Ideologie aufarbeiten und darstellen können. Da das Land nicht in der Lage ist, das Projekt Neulandhalle alleine zu finanzieren, müssen wir nun prüfen, wie die Empfehlung der BKM umgesetzt werden kann, den Ort zu erhalten und für die notwendige Bildungs- und Vermittlungsarbeit zu nutzen.“