Winterliches Walking Dinner

Gestern Abend war es wieder an der Zeit, den Gürtel lockerer zu schnallen. Erheblich lockerer. Denn die kulinarischen Stationen des ersten Genusspfads in diesem Jahr ließen es schlicht nicht zu, einen Gang auszulassen. Zu verlockend waren all die kleinen und großen Köstlichkeiten. Zum Glück lief das Ganze unter dem Motto Walking Dinner. Der Spaziergang zwischen den Gängen war damit inklusive. Der Schnaps übrigens auch: das berühmte Lister Hafenwasser sorgte nach jeder Station für neuen Platz im Magen. Zumindest konnte man sich das einbilden.

Köstliches von der Insel

Los ging es im Ebbe & Food mit einem herrlichen Spumante und feinen Kleinigkeiten. Perfekt zum Beispiel die Knusperstange mit Lammschinklen (vom Gänsehof in Keitum) und Schafskäse. Hier an der ersten Station erfolgte auch die Aufteilung in drei Gruppen, die dann die nächsten Lokale in versetzter Reihenfolge ansteuern würden. So konnten sich die teilnehmenden Gastronomen auf eine jeweils etwa gleich große Anzahl von Gästen einstellen.

 

Los geht’s

Wir starteten mit der Seekiste. Und waren begeistert von der Zubereitungsart der Miesmuscheln (Sylter Muscheln aus Hörnum) in Curry-Sud. Auch sonst wurden wir wunderbar verwöhnt und es fiel fast schwer, den gemütlichen Platz an der Theke zu räumen, um weiterzuziehen. Aber schließlich war das Motto „Walking Dinner“, da gehört das Gehen schlicht mit dazu. Wir zogen also weiter.

Walking im Schnee

Nächste Station unserer Gruppe war das Beach House, was sich als doppelt toll herausstellte. Zum einen schneite es sehr schön, als wir am Strand entlang dem nächsten Menü entgegengingen. Zum anderen hat das Beach House seit kurzem eine neue Köchin, Paula. Und sie hat diese erste Bewährungsprobe mit Bravour gemeistert. Kreativ zauberte sie zum Beispiel aus Sylter Zutaten (Rote Bete vom Erdbeerparadies in Wenningstedt, Ziegenkäse vom Käselädchen in Keitum und Brot von Abeling) ein Rote Bete Mousse auf Schwarzbrot mit Ziegenkäseglasur, das auf der Zunge zerging. Mmmhhh, köstlich.

Süßes zum Schluss

Aber auch unsere letzte „Menüstation“, Tobis Hüs überzeugte mit Leckereien wie einer Nordseelachs-Zanderrolle (von Fisch Blum). Hier gab es dann auch das Nachtischbuffet: Gebrannte Creme von weißer Schokolade (Ebbe & Food), Limettenmousse (Tobis Hüs), Nord-Friesenrahm (Die Seekiste) und Vanilleeis mit Kürbiskernen und Öl (Beach House). Gut, dass für ein Dessert ein Extraplatz im Magen vorhanden ist.

Finale

Schließlich kamen alle Gruppen im Miramar wieder zusammen. Wer bis hierhin nicht satt geworden war (uns ist allerdings niemand aufgefallen), konnte dies mit Hilfe eines leckeren Flying Buffets nun vollenden. Alle anderen erfreuten sich am tollen Jugendstilambiente der Bar, stießen mit Spumante, Wein oder Bier an und ließen bei bester Stimmung den tollen Abend Revue passieren. Und griffen dann doch noch zu den leckeren Häppchen wie Samosas mit Ziegenkäse (aus Keitum).

Fazit

Das Essen war großartig. Die Stimmung war großartig (was nicht nur an den ebenfalls leckeren begleitenden Weinen lag). Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft der teilnehmenden Gastronomen war großartig. Auch für Sylter – und es waren sehr viele Sylter unter den Gästen – war es ein ganz besonderer Abend. Ein „Walking Dinner“ ist eben mehr als einfach nur essen gehen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Termine in List und Keitum!

Fotos: Michael Magulski