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Die im laufenden Jahr in Schleswig-Holstein registrierten Masernfälle lassen erkennen, dass zunehmend ältere Jugendliche und junge Erwachsene erkranken, die in der Kindheit nicht geimpft wurden. Bis zum 24.07.2013 wurden 9 an Masern Erkrankte verzeichnet, darunter 5 älter als 15 Jahre. Diese Zahlen entsprechen der Entwicklung aus den vergangenen Jahren.

Aktuell aufgetretene einzelne Erkrankungen nimmt das Gesundheitsministerium zum Anlass, an die allgemein gültigen Impfempfehlungen zu erinnern. Ein Schutz vor Masern wird aufgrund der potenziellen Schwere der Erkrankung generell empfohlen. Dies gilt für Kinder wie auch für Erwachsene. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt eine Impfung für alle nach 1970 Geborenen, die ungeimpft sind, deren Impfstatus unklar ist oder die nur einmal in der Kindheit geimpft wurden.

Den Masern kommt wegen ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit und der potenziell schwer verlaufenden Erkrankung eine besondere Bedeutung zu. Das Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion (Sprechen, Husten, Niesen) übertragen und führt bereits bei kurzem Kontakt zu einer Infektion. Nahezu alle Kontaktpersonen erkranken (Kontagionsindex nahe 100 %), sofern sie nicht immun sind. Immunität kann aufgrund einer Impfung oder einer durchgemachten Erkrankung bestehen.

Die hohe Ansteckungsfähigkeit von Masern wird im Rahmen von Ausbruchgeschehen immer wieder deutlich. In den vergangenen Jahren spielten dabei zunehmend ältere Jugendliche und junge Erwachsene eine Rolle.

Alle Schleswig-Holsteiner sollten ihren Impfschutz überprüfen und Impflücken schließen lassen. Die Kombinationsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten gehört ebenfalls zu den empfohlenen Standardimpfungen für alle Altersgruppen.