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Mit Aflatoxinen belastetes Futtermittel aus Niedersachsen ist auch nach Schleswig-Holstein gelangt. Nach bisherigem Erkenntnisstand (1. März 2013) sind 25 Lieferungen von Mischfutter im Zeitraum von 14.01.2013 bis 22.02.2013 in das nördlichste Bundesland gelangt. Das ergibt sich aus Lieferlisten, die das Landwirtschaftsministerium Schleswig-Holstein heute, den 1. März 2013 aus Niedersachsen erhalten hat. Der Mais stammt aus Serbien und wurde im Zeitraum vom 27.11.2012 bis 5.12.2012 nach Niedersachsen importiert

Bei den nach Schleswig-Holstein gelangten Lieferungen sind nach bisherigem Kenntnisstand 24 direkt als Mischfutter an landwirtschaftliche Betriebe (Puten- und Hähnchenmastfutter) gegangen. Die Einmischraten von Mais sind unterschiedlich. Einige Landwirte haben mehrere Lieferungen erhalten. Das Landwirtschaftsministerium geht derzeit von 10 Landwirten aus, die direkte Lieferungen von Mischfutter aus Niedersachsen erhalten haben. Nach derzeitigem Stand sind keine Lieferungen von aflatoxinbelasteten Futtermitteln an Milchviehbetriebe geliefert worden.

Das Ministerium hat die Kreise umgehend informiert. Von geschlachteten Tieren aus betroffenen Betrieben dürfen bis auf weiteres die Lebern und Nieren nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden, da sich in diesen Organen möglicherweise Aflatoxin angereichert hat. Das Fleisch dieser Tiere kann jedoch unbedenklich verzehrt werden, weil sich dort kein Aflatoxin anreichert. Die Futtermittelkontrolleure des Landes haben noch am Freitag begonnen, die Betriebe aufzusuchen und Futtermittelproben zu nehmen.

Eine Lieferung erfolgte an einen Mischfutterhersteller, der nach erster Auskunft dieses Ergänzungsfuttermittel in Ferkelfutter mit unterschiedlichen Anteilen eingemischt hat und zum größten Teil ausgeliefert hat. Vorhandene Restmengen sind beim Mischfutterhersteller gesperrt. Die Auswertung der Lieferkette ergab, dass 41 Landwirte beliefert wurden. Ob Grenzwerte in diesem Ferkelfutter überschritten waren, wird ermittelt.

Der Bund hatte die Länder und die Wirtschaft im Oktober 2012 bereits auf eine mögliche Belastung von Mais mit Aflatoxin hingewiesen. Schleswig-Holstein hat unmittelbar die amtliche Futtermittelüberwachung informiert und angewiesen, bei der Kontrolle verstärkt auf Aflatoxine zu achten. Insgesamt wurden in Schleswig-Holstein im Jahr 2012 117 Futtermittelproben amtlich auf Aflatoxin B1 untersucht. Höchstgehaltüberschreitungen wurden dabei nicht festgestellt.