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Im Kieler Landeshaus findet heute, den 2.10.2013 die Konferenz „Gutes Leben im Alter auf dem Land – Wie kann aktives Altern in der Kommune gelingen?“ statt. Die vom Sozialministerium gemeinsam mit dem Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag (SHGT) organisierte Veranstaltung richtet sich in erster Linie an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landes. Insgesamt haben sich rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Sozialministerin Kristin Alheit eröffnet gemeinsam mit Jörg Bülow, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages, die Konferenz um 9:30 Uhr.

Hintergrund der Konferenz ist unter anderem die demografische Entwicklung: Experten erwarten in Schleswig-Holstein im Jahr 2025 auf einhundert Menschen unter 20 Jahren mehr als doppelt so viele über 60 Jahren (210 Menschen). Die Entwicklung bedeutet dann: Schrumpfende Bevölkerung im Erwerbsalter und steigende Nachfrage nach seniorengerechten Angeboten, etwa bei den Themengebieten Wohnen, Gesundheit und Pflege sowie Mobilität.

Ministerin Alheit betont zur Eröffnung: „Um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern, sind viele Faktoren notwendig. Ein wichtiger Schlüssel zum Gelingen wird dabei sein, die Aktivität und das Potential von älteren Menschen in das Gemeindeleben einzubinden. Ältere Menschen verfügen häufig über Wissen, Erfahrung und Können, von dem eine ganze Gemeinde profitieren kann. Umgekehrt ist für ältere Menschen das Bewusstsein, gebraucht zu werden und Dinge selbst in die Hand nehmen zu können, ein wichtiger Bestandteil von gutem Leben im Alter“.

Das Sozialministerium unterstützt mit Maßnahmen des Landesprogramms „Gutes Leben im Alter“ die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen zur Aktivierung der Potentiale älterer Menschen, die Stärkung der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe sowie des solidarischen Miteinanders der Generationen. Hierzu gehören beispielsweise die Unterstützung der wohnortnahen sozialen Infrastrukturplanung, die Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements oder der selbstorganisierten Nachbarschaftshilfeprojekte (Bürgernetzwerke). „ Die Gestaltung der Zukunft kann auch in kleineren Gemeinden gelingen, wenn Kommunen kooperieren und Haupt- und Ehrenamtliche zusammen arbeiten. Packen Sie es gemeinsam vor Ort an!“, so Alheit.

Bülow sagte zur Eröffnung: „Die Gemeinden wollen den Menschen eine Heimat auch bis ins hohe Alter bieten, unabhängig vom Grad der Betreuungs- oder Pflegebedürftigkeit. Sie setzen außerdem auf die Bereitschaft der Senioren, sich zu engagieren. Für all dies braucht es Infrastruktur, Netzwerke und Instrumente, über die wir heute gemeinsam informieren und diskutieren wollen.“

Der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag hatte vor einigen Monaten seine Mitglieder nach den entscheidenden Herausforderungen der Ortskernentwicklung befragt. Auf die Frage: „Welche Ziele der örtlichen Entwicklung haben in Ihrer Gemeinde bis 2020 einen hohen Stellenwert?“ haben 57 % aller Gemeinden „Wohnraum für Ältere und Pflegebedürftige schaffen“ angekreuzt und dies damit als eine der wichtigsten Herausforderungen gekennzeichnet. „Dies zeigt uns: Viele Gemeinden haben hierin eine besonders wichtige Aufgabe erkannt und haben in vielen Fällen konkrete Vorstellungen dazu, was der demografische Wandel für sie bedeutet. Es mag auch manche Gemeinden geben, in denen die Herausforderungen des demografischen Wandels noch nicht ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Für beide Gruppen können wir heute hoffentlich wertvolle Impulse und Anregungen liefern“, so Bülow.