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Seit Mitte April ist Heiko Hoffmann als Nachfolger von Anne Evers neuer Nationalpark-Ranger auf Sylt. Er ist dort Ansprechpartner für den Nationalpark Wattenmeer und das Weltnaturerbe.

Der neue Ranger kommt aus der Pfalz und hat in der Schweiz Umweltwissenschaften studiert. Im Rahmen eines Praktikums bei der Schutzstation Wattenmeer auf Sylt hat er seine Abschlussarbeit zum Thema „Besucherlenkung in Naturschutzgebieten“ geschrieben und hat für die Gemeinden Wenningstedt und Kampen gearbeitet. Vor einem Jahr hat Heiko Hoffmann als Nationalpark-Ranger in Dithmarschen begonnen und jetzt die Chance genutzt, nach Sylt zurückzukehren. Hier reizt ihn die landschaftliche Vielfalt mit den Salzwiesen und Dünen, der Brandung am Weststrand und den Wattflächen an der Ostseite. Er wünscht sich viel Kontakt mit Menschen, mit Einheimischen und Gästen und möchte den Nationalpark weiter auf Sylt etablieren. Besonders am Herzen liegen ihm die wichtigen Gebiete rund um Sylt, zum Beispiel das Walschutzgebiet, die Nullnutzungszone und die Schutzzone 1 im Lister Königshafen. Als Outdoor-Angebote wird er auf Sylt Dünenführungen, Austernwanderungen und Wattwanderungen durchführen. Der Nationalpark-Ranger übernimmt auch wichtige Aufgaben im Erlebniszentrum Naturgewalten in List.

„Die Anerkennung als Weltnaturerbe ist nicht nur Auszeichnung, sondern auch Verpflichtung, das Wattenmeer bestmöglich zu schützen. Hierbei haben unsere 14 Ranger eine zentrale Rolle als Ansprechpartner vor Ort für den Nationalpark Wattenmeer“, erklärt Dr. Detlef Hansen, der Leiter der Nationalparkverwaltung. Bei der Betreuungsarbeit der Ranger stehen Aufklärung und Information im Vordergrund, weniger die Verbote. So sorgen die Ranger dafür, dass seltener Verstöße gegen die „Spielregeln des Nationalparks“ auftreten. Außerdem erfassen sie wichtige Monitoringdaten, kontrollieren regelmäßig den Spülsaum und machen Rastvogel- und Brutvogelzählungen. Sie kümmern sich auch um die Nationalpark-Beschilderung an Deichen und Stränden. Zusätzlich werden die Ranger in Notsituationen eingesetzt, zum Beispiel helfen sie bei der Bergung von verölten Vögeln, Seehunden und Walen.

Die Schutzgebietsbetreuung auf Sylt ist sehr erfolgreich, weil alle Beteiligten an einem Strang ziehen: Naturschutzvereine, Kommunen, Verbände wie der Landschaftszweckverband, die Wasserschutzpolizei und Touristiker. Solche Netzwerke sind eine gute Grundlage für die Naturschutzarbeit.

Foto ©: LKN-SH