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Der schleswig-holsteinische Innenminister Andreas Breitner bricht an diesem Sonntag, den 3. November 2013 mit einer 16-köpfigen Delegation zu einem viertätigen Besuch nach Rumänien und Mazedonien auf. Breitner möchte sich in den Balkanstaaten vorrangig über die Möglichkeiten der Zuwanderung, insbesondere von qualifizierten Fachkräften nach Schleswig-Holstein informieren.

“In den nächsten Jahrzehnten wird die Struktur der Bevölkerung in Deutschland von steigender Zuwanderung gekennzeichnet sein”, sagte der Minister vor seiner Abreise am Freitag (1. November) in Kiel. In Europa gebe es eine neue Mobilität. Zuwanderung finde vor allem innerhalb Europas statt. Die Gesellschaft müsse daher nicht nur die Probleme dieser Entwicklung sehen, sondern viel stärker ihre Chancen erfassen und nutzen. “Jeder, der sich mit seinem kulturellen Hintergrund, seinen Erfahrungen und seinem Wissen in unsere Gesellschaft einbringt, ist ein Gewinn für unser Land”, sagte Breitner. Er erwartet von seiner Reise auch neue Impulse für eine Neuausrichtung der Integrationspolitik in Schleswig-Holstein.

In seinen politischen Gesprächen mit Regierungsvertretern und Parlamentariern in der rumänischen Hauptstadt Bukarest geht es speziell um die aktuelle Situation der Minderheiten in Rumänien sowie die Weiterentwicklung des europäischen Asylrechts. Mit seinem rumänischen Amtskollegen wird sich Breitner auch über das so genannte Resettlement (dauerhafte Neuansiedlung in einem zur Aufnahme bereiten Drittland) austauschen. Bei einem Treffen mit Vertretern der deutsch-rumänischen Industrie- und Handesskammer stehen Fragen des Fachkräfteaustauschs auf der Tagesordnung.

In Skopje spricht Breitner mit seiner mazedonischen Amtskollegin über die Ausbildung und Qualifizierung von Fachkräften, die Liberalisierung bei der Erteilung von Visa und den Beitrittsprozess zur EU. Auf dem Programm stehen außerdem Informationsbesuche bei dem Projekt “Schüler helfen Leben”, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und eine Besichtigung eines Roma-Informationszentrums.

Zu der Delegation des Innenministers gehören Vertreter aller sechs im schleswig-holsteinischen Parlament vertreten Fraktionen (Serpil Midyatil, SPD; Petra Nicolaisen, CDU; Eka von Kalben, Bündnis 90/ Die Grünen; Oliver Kumbartzky, FDP; Lars Harms, SSW; und Wolfgang Dudda, Piratenpartei), die Beauftragte des Ministerpräsidenten in Angelegenheiten nationaler Minderheiten und Volksgruppen, Renate Schnack; der Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen des Landes Schleswig-Holstein, Stefan Schmidt und der Vertreter des Beirats für Sinti und Roma beim schleswig-holsteinischen Landtag, Matthäus Weiß.