Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Die Landesregierung will der Verwahrlosung von Mietwohnungen einen
Riegel vorschieben. Die Kommunen sollen in einem Wohnungsaufsichtsgesetz die Möglichkeit
bekommen, Eigentümer zu einer ordnungsgemäßen Instandhaltung ihrer Wohnungen
zu verpflichten. Wie Innenminister Andreas Breitner sagte, gibt es auf dem Wohnungsmarkt einige wenige schwarze
Schafe, die mit ihren Schrottimmobilien die gesamte Branche in Misskredit bringen. Diese
müssten zur Sozialpflichtigkeit des Eigentums gezwungen werden. „Die große Mehrheit
der Vermieter verhält sich jedoch korrekt und kümmert sich um ihre Immobilien“,
sagte Breitner.

Das Wohnungsaufsichtsgesetz des Landes wird nach Angaben des Ministers beispielsweise
Standards für den baulichen Zustand, eine angemessene Belegung und den Hygiene-
und Gesundheitsschutz setzen. Außerdem wird es Regelungen geben, um die
Zweckentfremdung von Wohnraum etwa durch die Umwandlung in Ferienwohnungen zu
verhindern. „Es geht um den Schutz gerade der einkommensschwächeren Haushalte
über ihre mietrechtlichen Möglichkeiten hinaus“, sagte Breitner. Mit den gesetzgeberischen
Arbeiten an einem Wohnungsaufsichtsgesetz soll noch in diesem Jahr begonnen
werden. Der Minister äußerte sich zuversichtlich, die Kommunen von der Notwendigkeit
eines Wohnungsaufsichtsgesetzes überzeugen zu können.