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Mit absolutem Unverständnis beobachten die CDU-Abgeordneten Ingbert Liebing, MdB und Astrid Damerow, MdL den Fortgang der Diskussion um die Schließung der Geburtsstation der Nordseeklinik Sylt. Sie hatten sich vor einer Woche an die Konzern-Geschäftsführung gewandt und jetzt noch einmal schriftlich gegenüber Asklepios Position bezogen. Liebing und Damerow teilten mit, dass sie zunehmend den Verdacht hegen, dass für die Asklepios Konzernleitung offensichtlich von Anbeginn fest stand, dass eine Schließung erfolgen wird.

„Sobald ein aufgeworfenes Problem gelöst ist, wird von Asklepios ein Weiteres hervorgezaubert. Erst waren es die Haftpflichtkosten der Hebammen, dann die für die Gynäkologen und nun ist es plötzlich die zu geringe Anzahl der Geburten. Die von Askelpios angesetzten Zahlen erscheinen außerdem völlig überhöht. Eine Mindestanzahl von etwa 500 Geburten pro Station pro Jahr wird in keiner Klinik in Nordfriesland zu erreichen sein, wenn man bedenkt, dass im Jahr 2012 in ganz Nordfriesland überhaupt nur 1194 Babies geboren wurden, so Liebing und Damerow. Überspitzt gesagt würde dies bedeuten, dass sämtliche Geburtsstationen der Kliniken Nordfrieslands, bis auf zwei, geschlossen werden müssten. So wird sodann eine medizinische Grundversorgung der Bevölkerung Nordfrieslands wohl kaum sicherzustellen sein. Dieses Argument kann demnach kein Schließungsgrund sein,“ erklärten die CDU-Politiker.

„Vielmehr liegt die Vermutung nahe, dass die Klinik auf diesem Sektor aus Konzernperspektive nicht wirtschaftlich genug arbeitet und überdies auch noch verwaltungsorganisatorisch aufwändig ist, so dass eine Schließung weit einfacher erscheint.“ Insbesondere für diesen Denkansatz fehlt beiden Abgeordneten vollständig das Verständnis.

Diese fehle wohl auch der Bevölkerung, welche zwischen den täglich schlechter werdenden Neuigkeiten über ihre Geburtsstation, lesen müssen, dass Asklepios ein großes wirtschaftliches Wachstum verzeichnen konnte. Nach dieser Meldung werde die Schließung der Geburtsstation Sylt einmal mehr bei der Bevölkerung als Zumutung empfunden und könne nicht nachvollzogen werden. „Wir können dies übrigens auch nicht“, so die beiden CDU-Abgeordneten. „Unseres Erachtens nach kann man sich nicht mit den herausragenden wirtschaftlichen Zuwächsen rühmen, wenn man an anderer Stelle derart einschneidende Entscheidungen für die medizinisch zu versorgende Bevölkerung trifft und dies mit diversen rechtlichen nicht zu erfüllenden Vorgaben begründet. Von jeher gilt ein Grundsatz: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!“ Dieser notwendige Wille ist bei Asklepios jedoch derzeit nicht erkennbar,“ erklärten Damerow und Liebing.

Dieser Eindruck erhärte sich besonders, wenn man Asklepios gegenüber der Landesregierung das allseits bekannte und bereits abgelehnte Konzept eines von Hebammen betriebenen Geburtshauses ohne Gynäkologen vorlegt. Damit verletze Asklepios den mit dem Land vereinbarten Grundversorgungsauftrag. Eine einseitige Abgabe zurück an das Land Schleswig-Holstein können und wollen wir nicht gelten lassen,“ so Ingbert Liebing, MdB und Astrid Damerow, MdL abschließend.