Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Im Kernkraftwerk Brokdorf wurde bei einer wiederkehrenden Prüfung festgestellt, dass sich ein Absperrventil am Druckhalter des Reaktorkühlkreislaufes nicht ordnungsgemäß schließen ließ. Ursache hierfür war eine fehlerhafte Funktion eines elektrischen Schalters. Der Fehler wurde umgehend behoben. Dieses meldepflichtige Ereignis der Kategorie “N” wurde der Atomaufsichtsbehörde heute, den 10. Oktober 2013 fristgerecht gemeldet und wird als sicherheitstechnisch weniger bedeutsam eingestuft.

Der betroffene Schalter ist Bestandteil der Druckabsicherung und der primärseitigen Druckentlastung. Das Absperrventil ist eine zusätzliche Sicherheitseinrichtung, die bei Funktionsstörungen an dem nachgeschalteten Druckhalterabblaseventil ein ungewolltes Druckentlasten des Primärkreises verhindert.

Auch wenn der Ausfall der Schließfunktion innerhalb des vom Prüfkonzept vorgesehenen Prüfintervalls erkannt wurde, ist das Ereignis nach der AtSMV meldepflichtig. Das Ereignis wurde nach dem Kriterium 2.1.6 in der Kategorie N vorläufig gemeldet. Der Bewertung kann gefolgt werden, da die Anlage verfahrenstechnisch so ausgelegt ist, dass nur bei seltenen Transienten mit hohem Druckanstieg ein Ansprechen der Druckhalterabblaseventile zu erwarten ist. Das Abblaseventil ist mit einer Vorabsperrung (dem Absperrventil am Druckhalter) versehen, die bei fehlerhaftem Offenbleiben des Ventils automatisch schließt. Damit wird das Risiko des Eintritts eines Störfalls minimiert.