Kleines Polo-ABC und Regelwerk
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Die Regeln

Die Regeln sind vorrangig auf Sicherheit und Schutz der Pferde ausgerichtet.
Wenn eine Bandage aufgeht, wird das Spiel sofort angehalten. Stürzt jedoch ein Reiter, wird nur dann abgepfiffen, wenn der Spieler sichtlich verletzt ist.
Als oberste Regel gilt das Wegerecht. Es bedeutet, dass ein Spieler, welcher der Fluglinie seines geschlagenen Balles folgt, von keinem Spieler gekreuzt oder behindert werden darf – er darf lediglich abgeritten oder gestickt werden.

Regelverstöße

Regelverstöße wie Nichtbeachtung des Wegerechts, Kreuzen der Linien, „Sandwiching“ (Einklemmen des Gegners durch zwei Spieler eines Teams), Sticken außerhalb des Ballbereiches, frontales Abreiten etc. werden sofort durch Spielunterbrechung und entsprechende Freischläge für die andere Partei geahndet. Die Freischläge werden von der 30-, 40- oder 60-Yard-Linie aus geschossen.

Begriffe

Appealing:

Einsetzen des Poloschlägers, um ein Foul anzuzeigen.

Ball:

Beim Rasenpolo wiegt der aus Plastikgepresste Ball zwischen 120 bis 135 Gramm.

Chukker:

Bezeichnung für einen Spielabschnitt. Ein Spiel besteht aus vier Chukker à 7 Minuten plus 30 Sekunden Verlängerung. Bei einem Foul wird die Zeit gestoppt. Nach jedem Chukker müssen die Pferde gewechselt werden.

Dolfi:

Spitzname des zurzeit als bester Polospieler der Welt geltenden Argentiniers Adolfo Cambiaso.

Einwurf:

Auch Throw-in genannt, ist der Einwurf des Balls durch den Schiedsrichter. Dazu stellen sich die beiden Teams gegenüber auf.

Face Guard:

Gesichtsschutz aus Metall, der am Helm angebracht ist.

Foul:

Ist die Verletzung des Regelwerks und wird entsprechend vom Schiedsrichter bestraft.

Goal:

Bezeichnung für ein Tor.

Hooken:

Jemandem am Schlag hindern.

Iran:

Wiege des erstmals circa 700 v. Chr. erwähnten Polosports.

Juan Martín Nero:

ein argentinischer Polospieler mit Handicap +10. Er gehört zu den besten Spielern der Welt und stand 2017 auf Platz 3 der Weltrangliste.

Klein Flottbek:

Sitz des Hamburger Polo Club, dem ältesten Polosportverein Deutschlands.

Medium Goal:

Von den drei Spielklassen im Polosport ist das Sylter Poloturnier ein Medium Goal Turnier (High Goal = höchste Spielklasse).

Martingal:

Hilfszügel, der am Sattelgurt und am Nasenriemen des Polopferdes befestigt wird.

Nearside:

Die linke Seite aus der Sicht des Spielers.

Offside:

Die rechte Seite aus der Sicht des Spielers.

Penalty:

Ein Spieler wird für einen Regelverstoß bestraft.

Queens Cup:

Wichtigstes jährlich stattfindendes Poloturnier in England.

Referee:

Bezeichnung für den Schiedsrichter, der in Argentinien auch gerne „Umpire“ genannt wird.

Stick:

Der Stick, auch Mallet genannt, ist der Poloschläger. Der Stick wird bis heute in alter Tradition aus Bambus gefertigt.

Throw-In:

Der Ball wird von dem Schiedsrichter in der Mitte des Spielfeldes eingeworfen.

Under-The-Neck:

Ein Ball, der unter dem Pferdehals hindurch gespielt werden kann.

Vollblut:

Vollblüter sind Pferde, deren Abstammung auf Araberpferde zurückgeht. Die Polopferde sind eine Kreuzung aus Vollblut und argentinischem Criollo.

Wooling:

Bezeichnung für dicht gedrängt zusammenstehende Teams.

X-en:

Mit X-en (sprich „ichsen“, offiziell Crossing the line of the ball) wird umgangssprachlich das wohl häufigste Foul im Polosport bezeichnet: die Wegerechtsverletzung.

Yard:

Vermaßungseinheit des Spielfelds. Field Polo: 300 x 200 Yards (circa 274 x 183 Meter)

Zigarre:

Das untere Querstück des Poloschlägers. Mit der länglichen Seite der hölzernen Zigarre wird der Ball geschlagen.

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