Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Der Klimawandel wird in Schleswig-Holstein nicht nur die Küsten treffen, sondern auch in den großen Gebieten der Niederungen Konsequenzen haben. Das machte Umweltminister Robert Habeck heute, den 30. November 2012 beim Besuch eines Schöpfwerks in Börm klar. „Etwa ein Fünftel der Landesfläche sind Niederungen und werden weitgehend landwirtschaftlich genutzt. Ihnen drohen durch den Klimawandel noch mehr Überschwemmungen. Hier sind schwierige Entscheidungen erforderlich“, sagte Habeck bei dem Besuch im Rahmen der Klimaaktionstage aus Anlass der UN-Klimakonferenz.

Die Niederungen müssen schon heute mithilfe von Pumpen und Schöpfwerken entwässert werden. Steigt der Meeresspiegel und nehmen die Starkniederschläge wie prognostiziert zu, wird die Entwässerung aufwändiger und teurer, damit die derzeitigen Nutzungen erhalten werden können. Neue Schöpfwerke und zusätzliche Betriebskosten im dreistelligen Millionenbereich könnten dafür nötig sein. Aber auch alternative Nutzungen und andere technische Lösungen sind zu prüfen.

„Das ist ein Beispiel, wie sehr sich der Klimawandel auf Schleswig-Holstein auswirkt. Das zeigt uns umso mehr: Wir dürfen ihn nicht einfach hinnehmen. Wir müssen den CO2-Ausstoß weltweit begrenzen. Die Konferenz in Doha muss hier endlich konkrete Vereinbarungen erzielen. Und die EU muss voranschreiten und die Klimaziele von 20 auf 30 Prozent bis 2020 heraufsetzen“, forderte Habeck.

„Gleichzeitig ist klar: Wir müssen uns dem Klimawandel stellen. Für die Niederungen müssen wir gemeinsam mit Naturschutz, Landwirtschaft und den Wasser- und Bodenverbänden Strategien entwickeln, um eine weitere Nutzung zu ermöglichen und ihre Grenzen auszuloten.“ Dazu nahm Habeck im Anschluss an den Besuch des Schöpfwerks Börmer Koog an einem Treffen der Arbeitsgruppe „Niederungen 2050“ teil. Diese Arbeitsgruppe des Marschenverbandes (Wasser- und Bodenverbände, Umweltministerium, Bauernverband, Michael-Otto-Stiftung des NABU, und die Kreise) entwickelt für die Region mögliche Reaktionen auf die Veränderungen des Klimas.