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„Die modernen Cyberkriminellen verwenden immer raffiniertere Methoden wie Erpressersoftware oder Spear-Phishing, die ihnen pro Angriff mehr Geld einbringen als zuvor“, erklärt Stephen Trilling, Chief Technology Officer von Symantec diesen scheinbaren Widerspruch. „Zusammen mit dem Fakt, dass 49 Prozent ihr privates Mobilgerät auch für die Arbeit nutzen, entstehen hier völlig neue Sicherheitsrisiken für Unternehmen, denn die Betrüger haben potentiell Zugriff auf wichtige Unterlagen.“

Der aktuelle Norton Report zeigt, dass fast der Hälfte der Smartphone-Nutzer ihr mobiles Gerät zwar so lieb und teuer ist, dass sie es mit ins Bett nehmen, sie aber nicht daran denken, es ausreichend zu schützen. 48 Prozent der Smartphone- und Tablet-Nutzer weltweit treffen noch nicht einmal grundlegende Vorkehrungen wie die Verwendung von Passwörtern, das Installieren von Schutzsoftware oder ein regelmäßiges Daten-Backup. Durch diese Sorglosigkeit setzen sie sich und ihre Daten einem potentiellen Risiko aus.

„Wenn das ein Test wäre, würden die mobilen Nutzer durchfallen“, sagt Sicherheitsexperte Stefan Wesche von Symantec. „Während die Mehrheit im Umgang mit ihrem PC ein relativ hohes Sicherheitsbewusstsein an den Tag legt, wird dieses Verhalten nicht auf die Nutzung von Smartphone oder Tablet übertragen. Das ist fast so als hätten sie eine Alarmanlage für ihr Haus, würden aber ihr Auto unverschlossen und mit offenen Fenstern abstellen.“

Bequemlichkeit wichtiger als Sicherheit: Der Norton Report 2013 zeigt, dass viele User nicht gerade sorgsam mit ihren persönlichen Daten umgehen – doch das liegt nicht allein an einem mangelnden Gefahrenbewusstsein. Vielmehr gaben 29 Prozent der befragten Deutschen zu, dass für sie der Komfort einer ständigen mobilen Internetverbindung die Bedenken vor Risiken überwiegt.

Fließende Grenze zwischen Beruf und Freizeit: Weltweit verwendet fast die Hälfte (49 Prozent) der Berufstätigen ihre privaten PCs, Laptops, Smartphones oder Tablets auch beruflich. In Deutschland sind es lediglich 32 Prozent. Zusätzlich erlauben weltweit 30 Prozent der Eltern, die ein Dienstgerät haben, auch ihren Kindern, dieses Gerät zu nutzen – unter anderem zum Ansehen von Videos, zum Musikhören, für den Download von Apps sowie zum Spielen und zum Online-Shopping. Von den befragten Deutschen gaben nur 15 Prozent an, ihren Kindern solche Freiheiten mit ihrem Dienstgerät zu lassen.

Das kann teuer werden: Die Umfrage zeigt auch hierzulande eine Zunahme der Kosten, die durch Internetkriminalität entstanden sind. Der Gesamtschaden in Deutschland stieg von 2,83 Milliarden Euro im letzten Jahr2 auf knapp über 3 Milliarden Euro (4 Milliarden US Dollar). Statistisch gesehen lagen die durchschnittlichen Kosten für jeden deutschen Nutzer damit bei 205 Euro (270 US Dollar).

Der Norton Report (ehemals Norton Cybercrime Report) ist eine weltweite Umfrage zum Nutzerverhalten und zum Thema Internetkriminalität. Er basiert auf den Erfahrungen von mehr als 13.000 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren in 24 Ländern (Australien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Polen, Russland, Saudi Arabien, Singapur, Schweden, Südafrika, Türkei, USA, Vereinigte Arabische Emirate). Ziel der Studie ist, zu verstehen, wie Konsumenten digitale Medien nutzen und wie Internetkriminalität ihr tägliches Leben beeinflusst.

Zwischen dem 4. Juli 2013 und dem 1. August 2013 wurden Online Interviews mit 13.022 Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 64 Jahren in 24 Ländern (Australien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Italien, Japan, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Polen, Russland, Saudi Arabien, Singapur, Schweden, Südafrika, Türkei, USA, Vereinigte Arabische Emirate) durchgeführt. Die Fehlerquote für die gesamte Stichprobe der Erwachsenen (n=13.022) liegt bei 0,9% bei einer statistischen Sicherheit von 95%. In Indien und den USA wurden jeweils 1000 erwachsene Personen befragt, in den anderen Ländern je 500. Die globalen Daten wurden entsprechend gewichtet, um eine einheitliche Darstellung von n=500 Erwachsenen zu erreichen.