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Wird der Kreis Nordfriesland 2013 erneut zu den Siegern der »Energieolympiade« gehören? Im Jahr 2012 hatte er gemeinsam mit der Aktivregion Nordfriesland-Nord das Konzept der Energiemodellregion eingereicht und damit den ersten Preis des landesweiten Wettbewerbs gewonnen.

»Der erste Platz wird es 2013 wohl nicht wieder werden, aber mit kleineren Maßnahmen beteiligen wir uns auch in diesem Jahr«, erklärt Landrat Dieter Harrsen. Der Kreis bewirbt sich mit einem Beitrag zum Gebäude-Benchmark und einer Energieeffizienz-Maßnahme.

Im Gebäude-Benchmark erreichen die Kreisliegenschaften einen Energiebedarf von 57,7 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Ob das ein guter Wert ist, wird sich spätestens bei der Preisverleihung im November 2013 zeigen.

Als Effizienzprojekt wurde eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage eingereicht. Sie erzeugt Strom und Wärme für das Husumer Kreishaus. Besonders attraktiv daran ist die eingebaute Möglichkeit zur Kühlung des Rechenzentrums der Verwaltung: Es wird im Winter direkt mit kalter Außenluft gekühlt, so dass gar keine Energie für ein Kälteaggregat benötigt wird. Im Sommer wird die Abwärme der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage zur Kühlung eingesetzt.

Das Rechenzentrum benötigt zusätzlich zu der Strommenge, die die Rechner verbrauchen, noch einmal vier Prozent davon für die Kühlung. Übliche Werte von Rechenzentren liegen bei 80 bis 100 Prozent – so dass fast noch einmal soviel Strom wie für den Rechnerbetrieb nur für die Kühlung eingesetzt wird. Der Kreis Nordfriesland spart also Betriebskosten und Abgase.

Für eine Auszeichnung können sich Kreise, Ämter und Gemeinden bewerben. Preiswürdig sind auch einfache Maßnahmen zur Energieeinsparung. »Aus Nordfriesland bewerben sich erfahrungsgemäß nur wenige Gemeinden, und das soll sich ändern. Nehmt eurem Kreis den Siegerplatz ab!«, fordert Klimaschutzmanager Gunnar Thöle die Gemeinden und Ämter mit Blick auf 2014 auf. Für 2013 endete die Anmeldefrist im April.

Die Energieolympiade wird von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) ausgeschrieben. An der EKSH sind das Land Schleswig-Holstein, die E.ON Hanse AG und eine GbR aus Hochschulen des Landes jeweils zu einem Drittel beteiligt. Gesellschafter der Hochschul-GbR sind die Unis Flensburg, Kiel und Lübeck sowie die Fachhochschulen Flensburg, Kiel, Lübeck und Westküste in Heide.