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Kiel/Sylt. “Praxisferne und überbordende Anforderungen an die Pflegedokumentation sind seit Jahren bundesweit ein zentraler Kritikpunkt der Pflegepraxis. Sie kosten Zeit, die Pflegekräfte besser für Pflegebedürftige nutzen können. Gemeinsam sollten wir daher alle Anstrengungen für eine vereinfachte Pflegedokumentation unternehmen. Jetzt ist die neue Bundesregierung gefordert, notwendige Schritte einzuleiten”, betonte Gesundheitsministerin Kristin Alheit heute, den 18.2.2014. In einem Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe forderte Alheit jetzt die notwendigen Schritte für eine Vereinfachung der Pflegedokumentation und sagte zugleich die Unterstützung der Länder bei der Implementierung zu.

Schleswig-Holstein hatte sich an einem bundesweiten Praxistest zu Entbürokratisierung in Pflegeeinrichtungen beteiligt. Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Grundstruktur des vorgeschlagenen Verfahrens die Dokumentation vereinfacht, Zeit spart und zudem den juristischen Anforderungen entspricht. “Die Ergebnisse des Projektes sollten jetzt vom Bundesgesundheitsministerium für konkrete Schritte hin zu einer vereinfachten Dokumentation genutzt werden”, so Alheit. Dabei gelte es auch, Verfahrenssicherheit für alle Beteiligten herzustellen, betont Alheit in dem Schreiben an den Bundesgesundheitsminister.

Schleswig-Holstein hatte bereits auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz Ende November die Initiative ergriffen und einen Antrag zu Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation eingebracht. In dem mit deutlicher Mehrheit angenommenen Antrag fordern die Länder die Bundesregierung auf, konkrete und praxisnahe Leitlinien für eine fachgerechte und effiziente Pflegedokumentation zu erarbeiten. Dabei sollte die Kompetenz der beim Bundesgesundheitsministerium eingerichteten Ombudsstelle genutzt werden, soweit deren Aufgabe nicht durch ein anderes Gremium mit pflegefachlicher Expertise wahrgenommen wird.