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Das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume hat den Lagebericht 2012 zur „Beseitigung von kommunalen Abwässern in Schleswig-Holstein“ vorgelegt. Der Bericht wird alle zwei Jahre veröffentlicht.

Der Lagebericht dokumentiert den hohen Stand der Abwasserbeseitigung in Schleswig-Holstein. Maßgeblich hierfür waren das Phosphorsofort-, das Dringlichkeits- sowie das Kläranlagen-Ausbauprogramm der Landesregierung. Durch diese Programme wurden die größeren Kläranlagen mit der besten verfügbaren Technologie zur Nährstoffminderung in den letzten 25 Jahren ausgestattet. Dadurch werden die Anforderungen der EG-Richtlinie von Schleswig-Holstein erfüllt. Die Gesamtbelastung aus allen kommunalen Kläranlagen konnten für die Parameter Phosphor um derzeit 94 Prozent und für Stickstoff um derzeit 89 Prozent gesenkt werden, so dass die Gewässer allein im Jahr 2012 um 13.000 Tonnen Stickstoff und 2.349 Tonnen Phosphor entlastet wurden.

Seit 1991 wurden in Schleswig-Holstein vorrangig von den Kommunen Investitionen in Höhe von rund 1,735 Milliarden Euro getätigt. Investiert wurde unter anderem in die Ausstattung der Gemeinden mit Kanalisationen sowie in eine weitergehende Abwasserbehandlung zur Eliminierung von Phosphor und Stickstoff. Die Landesregierung und der Bund haben diese Maßnahmen mit mehr als 322 Millionen Euro gefördert. Weiterhin gewährte das Land zinsgünstige Darlehen in Höhe von rund 535 Millionen Euro.

Die Europäische Gemeinschaft hatte 1991 in der Kommunalabwasserrichtlinie einheitliche Anforderungen für die Abwasserbeseitigung in den Mitgliedstaaten festgelegt, um so die Gewässer vor Belastungen aus Abwassereinleitungen zu schützen. Die Anforderungen gewährleisten die Abwasserbehandlung auf hohem Reinigungsniveau in den kommunalen Kläranlagen Europas. Diese Anstrengungen sind ein wichtiger Eckpfeiler der Gewässerschutzpolitik.

Seit 1998 muss das Abwasser aus größeren Kläranlagen vor dem Einleiten in ein Gewässer einer weitergehenden Behandlung unterzogen werden. Darunter wird die Behandlung der Kohlenstoffverbindungen sowie zusätzlich der Nährstoffe Phosphor und Stickstoff verstanden. Diese Vorgaben gelten für so genannte empfindliche Gebiete, in denen es zu einer Anreicherung des Wassers mit Nährstoffen sowie einem vermehrten Algenwachstum kommt. Die Küstengewässer der Nord- und Ostsee sowie die Einzugsgebiete der oberirdischen Gewässer in Schleswig-Holstein sind als empfindliche Gebiete ausgewiesen.