Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Die Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen in Schleswig-Holstein wird beschleunigt und vereinfacht. Wie Arbeitsminister Reinhard Meyer am 2. Juli 2013 in Kiel mitteilte, hat die Landesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. „Mit dem neuen Gesetz ermöglichen wir Menschen mit Berufsqualifikationen, die sie im Ausland erworben haben, die Anerkennung ihrer Abschlüsse für landesrechtlich geregelte Berufe. Neu dabei ist auch, dass künftig selbst Angehörige aus Staaten außerhalb der EU einen Antrag auf Anerkennung stellen können“, sagte Meyer.

Das Gesetz regelt insbesondere Berufsausbildungen an den Berufsfachschulen und den Fachschulen wie beispielsweise die Ausbildung zum Sozialpädagogischen Assistenten oder zur Pharmazeutisch-Technischen Assistenten sowie zu staatlich anerkannte Heilpädagogen. In diesen Fällen sei die Feststellung der Gleichwertigkeit durch die zuständigen Behörden unbedingt erforderlich. In anderen Fällen, den sogenannten „nicht reglementierte Berufen“ wie beispielsweise Kaufmännische oder Chemisch-Technische Assistenten sei die Anerkennung zwar nicht zwingend, bei der Integration in den Arbeitsmarkt aber sehr hilfreich, so Meyer. Beamte, Lehrkräfte, Ingenieure und Architekten sind durch das Gesetz nicht erfasst, weil die Anerkennungsverfahren im jeweiligen Berufsrecht bereits hinreichend geregelt sind.

Nach den Worten von Meyer sei das Gesetz auch im Rahmen der Bemühungen der Landesregierung zur Erhöhung des Fachkräftepotenzials für die Unternehmen in Schleswig-Holstein zu sehen. „Die Integration ausländischer Berufsqualifikationen in den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt ist aus meiner Sicht eine wichtige Aufgabe in unserer Fachkräfteinitiative“, so Meyer. „Das Gesetz bringt mehr Klarheit in Verfahren und Zuständigkeiten und erhöht die Chance, dass gut ausgebildete Menschen entsprechend ihrer ausländischen Qualifikation in Deutschland arbeiten können. Und es kann einen wichtigen Beitrag zur Abmilderung des drohenden Fachkräftemangels leisten.“