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Anlässlich des Fachaustausches mit der Krankenhausgesellschaft Schleswig-Holstein betonte Gesundheitsministerin Kristin Alheit:

„Die Krankenhäuser in Schleswig-Holstein unterstützen unsere Forderungen gegenüber dem Bund für eine angemessene Krankenhausfinanzierung. Die Landesregierung hat sich dafür in verschiedenen Bundesratsinitiativen im Sinne einer bedarfsgerechten Versorgung der Menschen eingesetzt und wird dies weiterhin tun. Der Bund hat daraufhin nachgebessert, doch dies reicht nicht aus. Insbesondere die offenbare Hinhaltetaktik der Bundesregierung beim Thema Basisfallwert ist inakzeptabel“.

Mit Hilfe der Basisfallwerte wird die Vergütung von Krankenhausleistungen – beispielsweise Operationen – errechnet. Diese sind in den Bundesländern unterschiedlich hoch.
„Eine Bürgerin oder ein Bürger in Schleswig-Holstein zahlt den gleichen Beitragssatz für die Krankenversicherung wie ein Einwohner in Rheinland-Pfalz. Daher müssen für eine Krankenhausbehandlung auch die gleichen Mittel zur Verfügung stehen“, so Alheit.

In Schleswig-Holstein liegt der Basisfallwert unter dem Bundesschnitt. Nach dem Krankenhausentgeltgesetz ist der Bund verpflichtet, ein Gutachten zu den Gründen der unterschiedlichen Landes-Basisfallwerte erstellen zu lassen. Das Gutachten wurde vom Bund bereits vor zwei Jahren in Auftrag gegeben und liegt bislang immer noch nicht vor.
Die Krankenhausfinanzierung ist bundesgesetzlich nach dem Krankenhausentgeldgesetz (u.a.) geregelt. Schleswig-Holsteins Ziele der Bundesratsinitiativen und Aktivitäten auf Länderebene sind unter anderem:

• eine stärkere Berücksichtigung der tatsächlichen Kostensteigerungen, beispielsweise der Lohnkostensteigerung

• ein bundeseinheitlicher Basisfallwert für alle Länder

Die Finanzierung ist bundesgesetzlich geregelt. Die Krankenkassen bezahlen die Behandlungskosten der Versicherten über Fallpauschalen. In Schleswig-Holstein betragen diese jährlichen Behandlungskosten, rund. 1,8 Mrd Euro. Die Vergütung wird mit Hilfe der Basisfallwerte berechnet, die für die einzelnen Bundesländer unterschiedlich hoch festgelegt sind.

Daneben finanzieren Länder und Kommunen anteilig die Investitionskosten der Krankenhäuser. Das Investitionsvolumen, das das Land und die Kreise/kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein für die Krankenhäuser gemeinsam aufbringen, liegt bei jährlich rund 84 Mio €. Daraus ergibt sich eine Investitionssumme von 6.210,- Euro pro Krankenhaus-Planbett/Platz in SH (2011). Zum Vergleich: der Bundesdurchschnitt liegt bei 5.822,- Euro pro Krankenhaus-Planbett/Platz.