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Schleswig-Holsteins Arbeitsministerium rüstet sich für die neue Förderperiode der Europäischen Union: „Die Sicherung und Gewinnung von Fachkräften wird in den kommenden sieben Jahren das übergeordnete Ziel unseres Landesprogramms ,Neue Arbeit‘ sein. Darüber hinaus werden wir das Potenzial junger Menschen stärker fördern und mehr Menschen unterstützen, die es besonders schwer haben, in den ersten Arbeitsmarkt zu kommen“, sagte Arbeitsminister Reinhard Meyer heute, den 1. April 2014 in Kiel. Derzeit bereite sein Haus das mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gespeiste Programm mit Hochdruck vor.

„Ich bin zuversichtlich, dass wir die offizielle Genehmigung aus Brüssel bis zum Sommer erhalten werden“, sagte der Minister. An der Erarbeitung waren die Wirtschafts- und Sozialpartner in den vergangenen beiden Jahren intensiv beteiligt. Insgesamt stehen für die Jahre 2014 bis 2020 knapp 89 Millionen Euro zur Verfügung. Zusammen mit weiteren Mitteln von Bund und Land wird das „Landesprogramm Neue Arbeit“ insgesamt ein Volumen von rund 240 Millionen Euro haben. Meyer. „Das ist zwar etwas weniger als in der vergangenen Förderperiode, aber wir werden das Geld umso konzentrierter und wirkungsvoller einsetzen.“

Meyer zog vor diesem Hintergrund zugleich ein positives Fazit der vergangenen Förderperiode des Landes mit dem „Zukunftsprogramm Arbeit“, das zwischen 2007 bis 2013 mit insgesamt 100 Millionen Euro ESF-Mitteln ausgestattet war. Zusammen mit Landes-, Bundes- aber auch privaten Mitteln konnte ein Gesamtvolumen von rund 288 Millionen Euro realisiert werden. Vorrangige Ziele des Programms waren der Abbau der Jugendarbeitslosigkeit, eine höhere Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Beschäftigten und die Integration benachteiligter Personen in den Arbeitsmarkt.

Die Erfolge des Zukunftsprogramms Arbeit verdeutliche Meyer mit folgenden Zahlen:

Ø Mit dem Programm konnten über 9.000 Weiterbildungen von Beschäftigten unterstützt werden. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden (56 %) waren Frauen. Die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten wirken sich bei fast allen Teilnehmenden unmittelbar und positiv auf den Arbeitsalltag aus.

Ø Ebenfalls gut 9.000 Gründungsinteressierte wurden beraten. Die meisten Beratungen erfolgten für arbeitslose Teilnehmende. Inhalte der Beratung waren beispielsweise Unternehmenskonzepte und Businesspläne, Fragen der Finanzierung, Rechts- und Steueraspekte aber auch Fragen der Vermarktung oder der Standortwahl. Der Erfolg der Förderung wird dadurch sichtbar, dass 89 Prozent der Existenzgründer nach zwei Jahren noch am Markt tätig waren.

Ø Die Angebote speziell für junge Menschen unter 25 waren vielfältig. Das größte Förderangebot, das Handlungskonzept Schule und Arbeitswelt unterstützte allein bis 2012 über 37.000 Schülerinnen und Schüler. Insbesondere durch das Coaching haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, für welchen Beruf sie geeignet sind und wie man sich bewirbt. „Besonders erfreulich ist, dass 70 % der Schülerinnen und Schüler sich auch nach der Förderung aktiv weiter über Berufe informiert haben“, sagte Meyer. Auch mit Unterstützung dieser Angebote konnte die Quote der Schulabbrecher im Land von 8,7 % im Jahr 2007 auf 7,3 % in 2012 gesenkt werden.

Ø Sorge bereitet nach wie vor die hohe Anzahl der Ausbildungsabbrüche, wo das Förderanbot der regionalen Ausbildungsbetreuung ansetzt. So sollen einerseits Ausbildungsabbrecher in das Ausbildungssystem zurückgeholt, andererseits Ausbildungsabbrüche verhindert werden. Über 8.200 Jugendliche wurden im Rahmen dieses Förderangebotes betreut. Bei 66 % der abbruchgefährdeten Teilnehmenden gelang es, den Abbruch zu verhindern.

Ø Auch bei der Integration langzeitarbeitsloser Menschen in den Arbeitsmarkt wurden deutliche Erfolge erzielt. Gut 7.500 Teilnehmende wurden in unterschiedlichen Projekten unterstützt und qualifiziert. Fast 50 % der in der letzten Programmevaluierung Befragten konnten in den Arbeitsmarkt integriert werden, davon 21% in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

„Unter dem Strich können wir also auf die Ergebnisse des Zukunftsprogramms Arbeit enorm stolz sein“, sagte Meyer.