Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Kiel/Sylt. Mit einer Senkung der so genannten Kappungsgrenze will die Landesregierung den Anstieg von Mieten dämpfen. Wie Innenminister Breitner sagte, soll der entsprechende Verordnungsentwurf im Sommer fertig sein. Dann dürfen Mieten in bestehenden Mietverhältnissen innerhalb vondrei Jahren nur noch um 15 statt bisher um 20 Prozent bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete steigen. Die Kappungsgrenze darf allerdings nur in Wohnungsmärkten eingeführt werden, in denen die Versorgung mit ausreichendem Wohnraum zu angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist.

Das Innenministerium erarbeitet derzeit die Kriterien, nach denen in einzelnen Gemeinden von einem angespannten Wohnungsmarkt gesprochen werden kann. Untersucht und bewertet werden besonders die regionalen Miethöhen, die Leerstände, die demographische Entwicklung auf der Grundlage einer kleinräumigen Bevölkerungsprognose und die Zahl der Wohnungen, die aus der Sozialbindung gefallen sind. Der Geltungsraum der Verordnung wird mit den Gemeinden abgestimmt.

„Die Forderung nach einer abgesenkten Kappungsgrenze ist schnell erhoben, ihre gerichtsfeste Umsetzung bedeutet aber sorgfältige Kleinarbeit“, sagte Breitner. Von den Gemeinden erwarte man daher auch klare Aussagen zum örtlichen Bedarf. Nach dem Mietgutachten für Schleswig-Holstein von 2013 könnte insbesondere Handlungsbedarf in Kommunen im Hamburger Rand und auf Sylt vorhanden sein.