Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

In Schleswig-Holstein sind im Jahr 2013 nach den vorläufigen Ergebnissen
der Bodennutzungshaupterhebung auf rund 665 500 Hektar (ha) Ackerfrüchte
angebaut worden. Insbesondere die traditionell stärkste Ackerkultur,
der Winterweizen, steht in diesem Jahr in deutlich geringerem Umfang auf
den Feldern. Seine Anbaufläche verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr
um 63 000 ha (minus 29 Prozent) auf 158 000 ha, so das Statistikamt Nord.

Einen Teil dieser Flächen nimmt der witterungsbedingt in den letzten beiden
Jahren in geringerem Umfang angebaute Winterraps ein, dessen Anbaufläche
im Vergleich zum besonders schwachen Vorjahr um 86 Prozent
beziehungsweise 51 800 ha ausgeweitet wurde. Aktuell wird auf 112 300 ha
Winterraps angebaut, das entspricht in etwa dem Umfang der Jahre 2009
und 2010. Der Winterraps steht dadurch an dritter Stelle der wichtigsten
Ackerkulturen in Schleswig-Holstein.

Die am häufigsten angebaute Kultur ist in diesem Jahr erstmals der Silomais.
Mit rund 181 400 ha hat sich seine Fläche im Vergleich zum Vorjahr
kaum verändert. Er machte wie in den Vorjahren den Hauptteil der zur
Grünernte genutzten Pflanzen, die sowohl als Futter- wie auch als Energiepflanzen
verwendet werden, aus. Weitere 55 000 ha wurden für den Anbau
von Ackergras und Leguminosen beziehungsweise deren Mischungen
sowie für grün zu erntendes Getreide genutzt.

Die Getreidefläche zur Körnergewinnung verringerte sich aufgrund des
starken Rückgangs des Winterweizens um ca. 51 500 ha auf 279 500 ha.
Während die Wintergerstenfläche im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant
bei rund 53 200 ha blieb, nahm die Anbaufläche von Roggen, Wintermenggetreide
und Triticale leicht um etwa 700 ha auf jetzt 32 500 ha zu. Ebenfalls
über dem Vorjahreswert liegen die mit Sommergetreide bestellten
Flächen, die um knapp 11 000 ha auf 35 700 ha anstiegen.