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„Es macht keinen Sinn, erkannte Wahrheiten zu verschleiern. Ich jedenfalls kippe keine süße Soße über bittere Erkenntnisse“, konterte heute, den 24. April 2013 Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud ‘Wara’ Wende im Landtag die Vorwürfe der Opposition, sie beklage zwar die unterschiedliche Besoldung von Lehrkräften, ändere diese aber nicht.

Wende erläuterte, Hintergrund für die aktuelle Situation, dass Lehrkräfte „für die gleiche Tätigkeit – zum Beispiel im Sekundarbereich I der Gemeinschaftsschulen – unterschiedlich besoldet werden”, sei die Tatsache, dass sich die Besoldung am Ausbildungsweg orientiere. „Eine Situation, die ich auch dann als unbefriedigend beschreibe, wenn ich sie nicht zeitnah korrigieren kann“, sagte die Ministerin und betonte gleichzeitig, dass das Thema Besoldung auf der mittelfristigen Agenda des Ministeriums stehe, es müsse debattiert werden.

Dies auch deshalb, weil die Konsequenzen des Bologna-Prozesses mit seiner Umstellung der Ausbildungsgänge auf Bachelor- und Masterabschlüsse „in den Köpfen vieler offensichtlich noch nicht angekommen zu sein scheint“. Denn die Umstellung der Studiengänge gehe mit einer gleich langen Ausbildungszeit für alle Lehrämter einher; genau das aber habe den Eindruck der Ungleichheit in der Lehrerbesoldung verstärkt: „Eine Herausforderung, der nicht nur wir uns stellen müssen, sondern die alle Länder, die auf Bachelor und Master umgestellt haben, lösen müssen.“

„Klarheit und Wahrheit sind mir lieber als der politische Tageserfolg“, hob die Bildungsministerin mit Blick auf die Schuldenbremse, die eine schnelle Lösung für das Besoldungsproblem nicht zulasse, hervor. Sie forderte die Opposition auf: „Lassen Sie uns gemeinsam auf die Suche nach Lösungen für eine Verbesserung der Besoldungsfrage begeben, damit es mittelfristig keine allzu großen Divergenzen innerhalb der Besoldung der Lehrkräfte mehr gibt“.