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Weiterer Rückenwind für das Maritime Cluster Norddeutschland (MCN): Am Rande der Küstenwirtschaftsministerkonferenz im niedersächsischen Cuxhaven besiegelten Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, sein niedersächsischer Amtskollege Olaf Lies (Niedersachsen) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch die Fortführung des MCN für weitere drei Jahre. „Vor dem Hintergrund der überaus positiven Bewertung der Clusterarbeit durch externe Experten wäre es wünschenswert, wenn auch Bremen und Mecklenburg-Vorpommern den Schulterschluss mit uns suchen würden“, sagte Meyer. „Ein multilaterales Cluster Norddeutschland wäre ein wichtiges Signal der kooperativen Gestaltungskraft Norddeutschlands und könnte unsere maritime Wirtschaft noch mehr als bisher stärken und unsere Vorreiterrolle ausbauen.“

Ziel des 2011 auf den Weg gebrachten Maritimen Clusters ist die Bündelung der Potenziale der maritimen Wirtschaft Norddeutschlands und damit die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Ein Beispiel für gemeinsame Projekte ist nach den Worten von Meyer der „Service Point Kiel Canal“. Dabei werde untersucht, inwieweit die acht bis zwölf Stunden dauernde Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal effektiver genutzt werden soll, um Reparaturen oder Wartungsarbeiten an Bord durchzuführen. Die Idee, die dahintersteht: Die Wasserstraße soll zur Servicehalle werden, indem von den Reedern beauftragte Reparaturen oder Wartungsarbeiten direkt an Bord durchgeführt werden. Entstehen soll so eine stabile Serviceplattform mit möglichst vielen Partnern.

Wie Meyer weiter sagte, habe das MCN bereits in der kurzen Zeit seines Bestehens eine intensive Beteiligung der Wirtschaft erreichen können. Fast 150 Mitglieder, darunter maßgebliche Unternehmen der maritimen Wirtschaft aus Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, gehören dem Cluster an. „Es existiert inzwischen ein besonderes ,Wir-Gefühl‘ der Akteure in allen drei Bundesländern, das für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit entscheidend ist“, so Meyer. Auch Dr. Niko von Bosse, Leiter des bei der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH) angesiedelten Clustermanagements, bestätigt: „Das Maritime Cluster Norddeutschland ist auf einem guten Weg. Nachholbedarf besteht allerdings bei der Erarbeitung einer gemeinsamen länderübergreifenden Clusterstrategie und in der Einbindung weiterer wichtiger Akteure. Eine Erweiterung um die Länder Bremen und Mecklenburg-Vorpommern wäre ein weiterer wichtiger Schritt, die für Norddeutschland insgesamt wichtige Branche weiter voranzubringen“, so von Bosse.

Das MCN ist länder- und branchenübergreifend organisiert und hat nach den Worten von Wirtschaftsminister Meyer damit ein europaweites Alleinstellungsmerkmal. Die stetig zunehmende Zahl der im MCN organisierten Unternehmen belege das Interesse der maritimen Wirtschaft an den Aktivitäten des MCN, das zukünftig auch ein besonderes Augenmerk auf die Zusammenarbeit und Abstimmung mit den maritimen Branchenverbänden legen wird. Die vertretenen Unternehmen organisieren sich entlang der maritimen Wertschöpfungskette und leisten erhebliche Beiträge zur Wirtschaftskraft der norddeutschen Region. Meyer: „Die Kooperationen und eventuelle Konsortienbildungen orientieren sich nicht an politischen oder geografischen Grenzen sondern an der wirtschaftsstrukturellen Situation in der Region, den wirtschaftlichen Herausforderungen für die Unternehmen und den volks- und betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten. Deshalb ist die Clusterbildung über Ländergrenzen hinaus ein richtiger und wichtiger Schritt zur Unterstützung der maritimen Wirtschaft im norddeutschen Raum.