Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Wer als Verbraucher für sein Telefon eine Flatrate bucht geht auch davon aus, dass für alle Telefonate und SMS keine weiteren Kosten anfallen. Dies ist jedoch häufig nicht mehr der Fall. Immer mehr Verbraucher tappen mit einem Telefonat in andere Netze in eine kostenpflichtige Verbindung und erleben gerade bei längeren Telefonaten eine böse Überraschung. Während der Anbieterwechsel selbst heute in der Regel gut funktioniert, hapert es noch bei der Transparenz.

Vor diesem Hintergrund hat die Verbraucherschutzministerkonferenz im hessischen Bad Nauheim jetzt einstimmig einen Antrag aus Schleswig-Holstein angenommen, dass eine verpflichtende Ansage oder Anzeige vor der Einwahl in ein fremdes Netz erfolgen muss, die Kunden über die entsprechende Kostenpflicht informiert. Wie Verbraucherschutz-Staatssekretär Ralph Müller-Beck im Anschluss an die Konferenz sagte, wurde die Bundesregierung gebeten, entsprechende rechtliche Regelungen zu prüfen.

Nach den Worten von Müller-Beck werden oft Flatrates angeboten, die sich nur auf das eigene Netz des Anbieters beziehen. Der Rufnummer aber könne man aber nicht mehr ansehen, ob sie zu Telekom, Vodafone, Kabel-Deutschland oder einem andern Anbieter gehöre. „Viele Verbraucherinnen und Verbraucher führen sorglos lange Telefonate im Glauben, sie telefonieren mit ihrer Flatrate kostenfrei in ihrem Netz. Mit Erhalt einer hohen Rechnung wird dann plötzlich deutlich, dass sie sich in ein fremdes Netz eingewählt haben“, so der Staatssekretär. Die Bundesregierung habe bei der letzten Novellierung des Telekommunikationsgesetzes leider versäumt, im Interesse der Kunden für mehr Transparenz zu sorgen. „Aus einer angerufenen Telefonnummer ist nicht mehr erkennbar in welches Netz telefoniert wird und der Kunde kann die anfallenden Kosten nicht erkennen. Technisch ist dies jedoch möglich und daher sollte der Bundesgesetzgeber hier im Sinne des Verbraucherschutzes tätig werden,“ sagte Müller-Beck.