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Sylt aktiv entdecken und dabei der steifen Brise trotzen: Wo einst die Inselbahn fuhr, treten heute Urlauber in die Pedale

Auf dem Deich und durch die Heide, am Wattenmeer oder an langen Sandstränden, vorbei an Kliffs in den Farben Rot, Weiß und Grün: Abwechslungsreiche Naturlandschaften machen Sylt zu einer echten Fahrradinsel. Knapp 200 Kilometer Radwege gibt es – kein Wunder, dass vor allem die „Fernstrecken“ beliebt sind. Wer in Westerland startet, hat die Qual der Wahl: Ob Richtung Süden bis nach Hörnum oder Richtung Norden bis nach List, es sind in beiden Fällen genau 18 Kilometer.

Verfahren kann man sich kaum – einfach der Nase und der alten Inselbahntrasse nach. Oder warum nicht einfach mal die Insel komplett der Länge nach von Süd nach Nord durchqueren? Wer dann noch nicht genug hat, lässt List rechts liegen und tritt weiter in die Pedale, bis die Inselspitze naht. Macht der Gegenwind einmal zu schaffen, dann kürzt man eben ab und fährt nur bis Keitum oder Rantum und bummelt ein wenig durch die hübschen Orte. Eine Radtour Richtung Osten nach Morsum wiederum führt über den Nössedeich: Hier ist man fernab jeglichen städtischen Trubels und nicht selten völlig allein. Einzig ein paar Schafe auf den Salzwiesen gucken neugierig. Und am Ziel? Je nach Route vielleicht ein Spaziergang um den Ellenbogen, die Hörnum-Odde oder das Morsum-Kliff – und per Rad wieder zurück.

Große Höhenunterschiede gibt es auf Sylt nicht zu überwinden – der einzige Gegner besteht aus Luft. Mitdenkende prüfen deshalb vor der Fahrt die Windrichtung und kämpfen sofort gegen ihn an – die Rückfahrt wird dann umso leichter. Andere starten mit Rückenwind – und fahren später mit dem Bus nach Hause. Denn auf Sylt nimmt der Linienbus Radfahrer samt Drahtesel mit. Und dann gibt es jene, die die frische Brise mit neuer Technik überlisten, sich auf ein E-Bike setzen und bei Gegenwind einfach den kleinen Elektromotor zuschalten. Ob nun mit technischer Hilfe oder ohne, eines ist sicher: Das eigene Rad kann man getrost zu Hause lassen. Denn Fahrradverleiher gibt es in jedem Ort – die meisten bieten sogar einen kostenlosen Bring- und Abholservice.