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Saubere, gesunde und produktive Meere sind das Ziel der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie. Bis 2020 sollen die europäischen Meeresgewässer einen guten Umweltzustand erreichen. Als Baustein dafür haben der Bund, Schleswig-Holstein sowie die anderen deutschen Küstenländer den Entwurf eines Monitoringkonzepts erarbeitet und nun zur Anhörung ausgelegt. Sechs Monate lang kann sich die Öffentlichkeit beteiligen und Stellung nehmen.

„Unsere Meere sind in keinem guten Zustand. Um das ändern zu können, brauchen wir ausreichende wissenschaftliche Grundlagen über Belastungen, Zustandsveränderungen und die Effizienz von Maßnahmen. Hierzu gibt das Überwachungsprogramm den Rahmen vor“, sagte Staatssekretär Ulf Kämpfer heute, den 16. Oktober 2013. „Wir hoffen, bis Mitte April viele konstruktive Beiträge zum Monitoringkonzept zu bekommen.“

Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie ist die Umweltsäule der integrierten Meerespolitik der Europäischen Union. Sie wurde 2008 beschlossen und 2010 in deutsches Recht überführt. Jeder Mitgliedstaat hat eine Strategie zu entwickeln, um bis 2020 einen guten Umweltzustand für seine Meeresgewässer zu erreichen und darüber hinaus zu bewahren. Die Anforderungen sind umfassend: Alle im Meer lebenden Pflanzen und Tiere sowie alle im Meer wirkenden Belastungen müssen einbezogen werden.

Erster Baustein bei der Umsetzung waren Berichte zur Anfangsbewertung, zum guten Umweltzustand und zu Umweltzielen für die deutsche Nord- und Ostsee. Sie zeigten, dass der Zustand der deutschen Meeresgewässer als schlecht einzustufen ist. Insbesondere die Küstenmeere sind überdüngt, von Schadstoffen belastet und durch Ressourcennutzungen in ihrem natürlichen Gefüge gestört.

Derzeit werden im Rahmen anderer Richtlinien und internationaler Verpflichtungen bereits Aspekte wie Nähr- und Schadstoffkonzentrationen oder Bestandssituationen mariner Säugetiere überwacht. Die zukünftige Meeresüberwachung nach MSRL muss diese bestehenden Überwachungsprogramme aufgreifen und inhaltlich sowie räumlich ergänzen. Die Überwachung und Bewertung von Unterwasserlärm oder auch Müll im Meer sind zwei Themen die neu mit der MSRL in die Meeresüberwachung aufgenommen werden müssen. Aber was und wie im Detail zukünftig gemessen werden wird, ist noch nicht entschieden.