Das Buch des Sylter Immobilienmaklers Eric Weißmann Aber bitte mit Reet

Der Bund hat den Berufszugang für einige Branchen neu geregelt, die im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders betroffen sind. Ab 1. Januar 2013 unterliegen Anlageberater und gewerbliche Vermittler von Investment oder sonstigen offenen Fonds, geschlossenen Fonds, Genossenschaftsanteilen und sonstigen Vermögensanlagen im Sinne des § 1 Abs. 2 des Vermögensanlagengesetzes einer erweiterten Erlaubnispflicht.

Der Gesetzgeber will den Anlegerschutz durch höhere Anforderungen an den Vertrieb von Finanzanlagen stärken. Hierzu gehört künftig der Nachweis spezieller Sachkunde sowie eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung, um überhaupt gewerblich vermitteln zu dürfen. Darüber hinaus besteht die Pflicht, Provisionen offen zu legen sowie über die Beratungsgespräche ein Protokoll zu führen.

Ab 2013 ist die IHK ebenfalls Erlaubnisbehörde für alle Gewerbetreibenden, die als Immobilienmakler, Darlehensvermittler, Bauträger und Baubetreuer tätig sind. Zuvor waren dafür die Kommunen zuständig. Ziel der Neuregelung ist eine klarere Teilung der Zuständigkeiten zwischen Kommunen und IHK.

In Schleswig-Holstein wird die Erlaubniserteilung und Registrierung für alle genannten Dienstleistungsbranchen von den Industrie- und Handelskammern in Flensburg, Kiel und Lübeck jeweils für ihren Bezirk durchgeführt. Die Sachkundeprüfung für die Anlageberater bietet die IHK zu Kiel zentral für Schleswig-Holstein an.